Montag, 29. September 2014

Basta ist nicht gleich basta!

Den Männern
sind Frauen
ein Rätsel
und damit basta!
Um die Männer
rätseln die Frauen,
und keineswegs
ist damit basta!


BMD

Es gehören zwei dazu

Man trauert eigentlich nicht
der Beziehung selbst nach,
wenn sie beendet ist,
sondern den nicht wahrgenommenen
Möglichkeiten,
die in ihr steckten.

BMD

Olle

Wenn ein Altweibersommer
so schön daherkommt,
hab ich kein Problem,
eines zu sein!

BMD

Freitag, 26. September 2014

Besinnung

Herbst in mir
- ein leise Ahnung -
Schicksal von bunten Blättern verdeckt,
raschelt mir um die Füße.

BMD

Flügge

Gelbumrandet,
Blattwerk gestrandet,
entflohen der Einheit
mit dem verwurzelten Baum
bereut es wohl kaum.

BMD

Mittwoch, 24. September 2014

Ich seh etwas

Herbstblätter im Scheinwerferlicht:
Da! Die Maus! - Sie ist es nicht.
Dort eine! - Wieder keine.
Nur Blätter, geblendet,
haben sich husch abgewendet,
zur unbeleuchteten Seite,
suchen das Weite.

BMD

Herbstspiel

Sich wie Kreisel drehen,
Herbstblätter im Winde wehen.
Säuselnd sich kräuselnd,
rollen und tollen.
Ausgelassen spielen wie Kinder.
Sie sind nicht minder
unvorsichtig,
doch niemandem Gehorsam pflichtig.
Lassen sich treiben,
nachdem sie gelöst,
Zweige entblößt.
Eilen zu vielen
unbestimmten Zielen.
Wollen erfahren,
auch an unehrbaren,
ein bewegtes Leben,
vom Winde gegeben.

BMD

Rigoros

Erzittern sie starr an braunen Stengeln,
ist der Oktober fortgeschritten.
Hat inmitten der grünen Wiese
ein rotblonder Riese
sein Blattlocken verloren.
Er, der Baum,
steht da,
wie geschoren.
Denn, als er sich mit dem Herbstwind stritt,
ihm dieser kurzerhand das Blatthaar abschnitt!

BMD

Herbstruhend

Ich kroch hinein,
strömte mit ihm
in sein Herbstinneres.
Mit dem Geruch der Erde,
folgte ich meinen Wurzeln ins Dunkle.
Doch Nacht umgab mich nicht,
noch Entsetzen.
Würzige Ruhe einatmend,
schmiegte sich mein Leib
in lebenden Boden.
Umschlossen mich im Fallen,
rostrote Herbstarme.

BMD

Verkühlt

Die süßesten Gedanken
sind auch die,
die im Winter
am schnellsten frieren.

BMD

Lichtfluß

Es gibt ein Abendlicht
im Altweibersommer,
das ist so weich,
daß man glauben möchte,
die Sonne bestünde
aus einer
goldgelben Creme.

BMD

Growing Autumn

The leaves are starting to turn
into colors of warmth,
giving up their life
for brightness.
Golden yellow, vinered
and coppery orange
are dressing them
for their dances with the wind
 - in  eternal abandonment -

BMD

Septemberende

Es gibt ein Lüftchen,
nach ersten,
garstigen Herbsttagen,
ja, da gibt es ein Lüftchen,
das sich wie Samt
auf künftigen Wein
und meine Haut
legt.

BMD

Blättermeer

In den Herbst eintauchen,
in seinem Farbenmeer baden,
sich bunte Blätterflossen
wachsen lassen.

BMD

Wunderbares Absterben

Sie wispern:
Wir sind müde,
sind müde dieses Grün.
Sie flüstern:
Wir sind es leid,
sind leid es,
das Behmühn.
Sie rascheln sich in Farbe,
berauscht vom Gelb, vom Rot
und kleiden ihn in Purpur,
den sanften Blättertod.

BMD

Es herbstet

Es herbstet in mir.
Kastanienbraune,
dottergelbe,
weinrote
und orangefarbenen Gedanken
hänge ich nach.
Ich darf nicht vergessen,
sie dem Wind mitzugeben.
Sie sollen nicht weiterwelken,
dort oben
in meinem Kopf.

BMD


Dieses Jahr hätte ich`s fast....

nicht bewußt wahrgenommen,
was der Herbst mit seinen Bäumen
und mit mir immer macht.
Wenn er die Blätter
ohne Unterlaß
auf mich rieseln läßt,
während ich drunterstehe, um drüberzustehen
um mir beizustehen.
Wenn ich eines oder zwei,
kühl und naß, am Morgen
im Nacken verspüre,
und wenn es windstill ist,
wenn sie sich vereinzelt
zu mir herabschwingen.
Sie beehren mich,
jedes in seiner Art,
in ihrer bunten Verspieltheit
des Abschiednehmens.
Aber ich kann sie mir auch ins Gesicht
wehen lassen,
Sturmgepeitschte,
die das Unwetter
von den Zweigen reißt.
Die Sonnendurchtränkten,
von mildem Licht Durchfluteten,
sie werden mich wieder liebkosen
und alles wettmachen,
wenn sie mich in sanftem Fluge streicheln.
Und das Laubrascheln,
das Flüstern der Erstarrten,
das dürre Rascheln der entkräfteten,
der scheinbar willenlos,
dem Winde ausgesetzten Blätter,
läßt mich auch in diesem Jahr erkennen,
wie sehr ich nur Mensch bin.
Doch nicht ohne Hoffnung
ist die Botschaft. Nein!
Haben nicht diese göttlichen Farben,
dem Herbst letztendlich,
ebenso den Mut verliehen?

BMD


Heimlich still und leise...

...und wieder ist er da,
der Herbst.
Kam unverhofft
- wie schon so oft -
und keiner wollt`es glauben.
Es hängen tief die Trauben,
und er malt Wunder in Bunt.
Das Wetter in aller Mund`,
ist ungezogen.
Hat man uns um den ewigen Sommer betrogen?

BMD

Von oben

Es fiel ein goldgelbes Herz
aus dem Baum.
Vielleicht ist es dort gewachsen.
Fiel in die bunten Herbstblätter
ohne zu brechen.

BMD

Frühherbst

Wie aus Nüstern, die Erde den Nebel haucht.
Tal, Wald und Wiesen in Verzauberung taucht.
Tautropfen sich auf Spinnenfäden reihen,
dem Netz schimmernden Glanz verleihen.
Blüten und Blätter Feuchtigkeit trinken,
in der zärtlichen Kühle des Morgens versinken.
Die Luft ist rein und belebt die Lunge.
Ein heiliges Schweigen lähmt die Zunge,
daß nicht dem Feingefühl der Sinne,
das Bildnis unzerstörbaren Friedens entrinne.

BMD

Sonntag, 21. September 2014

Donnerstag, 18. September 2014

Dienstag, 16. September 2014

Donnerstag, 11. September 2014

Gefühlsgeiz

Zu lieben ist das Allerschönste
im Leben.
Warum tun wir`s dann so selten?
Wäre es nicht auszuhalten,
so oft glücklich zu sein?

BMD

Sonntag, 7. September 2014

Beflügelter Wunsch

Einen Wunsch
schickt man auf die Reise,
indem man ihm das Fenster öffnet.
Ist es ein sinnvoller Wunsch,
wird er fortfliegen.

BMD

Vorsicht Gedanke!

So manche Gedanken
müßte man in Watte packen können,
damit sie nicht brechen.

BMD

Samstag, 6. September 2014

Donnerstag, 4. September 2014

Zu früh für kalte Gedanken

Wenn die Kastanien reifen,
sind wir noch nicht bereit,
langsam zu begreifen,
der Winter ist nicht weit.
Und wenn sich so im Wein
die Herbstsonne spiegelt,
kann es auch noch nicht sein,
daß man sich einigelt.

BMD

,




Lebenslustfrust

Das Leben hat seine zwei Seiten
und manchmal auch drei und mehr.
Darüber läßt sich`s nicht streiten,
denn es liebt und beutelt uns sehr.

BMD

Montag, 1. September 2014

Graue Erkenntnis

So mancher Esel
hat traurige Augen.
Ob  wohl mancher Esel weiß,
daß er einer ist?

BMD

Septemberanfang

Die Samen sind herausgepickt,
das Blütenhaupt noch freundlich nickt,
mit welkender Blätterkrone.
Darüber pralle Bohne streift,
der Herbst ist nun herangereift.

BMD




Traumkrieg

Heute ist der Tag,
an dem ich meine Träume hasse.
Sie sind unrealistisch, wirklich nur Schäume.
Ich bin nichts weiter, als ein Traumtänzer.
Schwebe im Alleingang über den Tanzboden
der Phantasie und halte meinen Traum als Partner
dabei im Würgegriff.
Ich zwinge ihn zur Fortsetzung dieses Reigens,
und die Hoffnung, die Lust, die Schwerelosigkeit
und Lebensfreude strecken mir ihre Hände entgegen,
die ich ja doch nicht zu fassen kriege.
Gefühle wollen sich mit mir verweben,
die mir die glasklare,
von allen Hindernissen freie,
Sicht nehmen,
um mich im zuckersüßen Saft
ihrer Unbeschwertheit zu ertränken.
Doch heute werde ich das nicht zulassen,
heute nicht!
Das Rauschen der Blätter wird nur Geräusch sein,
das Zwitschern der Vögel nur Gepiepse.
Nichts um mich her,
wird mich aus meinem vernünftigen Gleichgewicht
des praktischen Seins bringen,
Nichts wird einem neuen Traum,
Nährboden bieten.
Heute erkenne ich das Leben,
wie es eigentlich ist.
Heute gibt es keine traumverflochtene, verlogene,
luftblasenidyllische Schmetterlingswahrheit!
Auch dem Wind lasse ich nicht seine Berührung
mit mir.
Nichts und niemand wird mir nahekommen.
Ich umkreise mich,
auf der Suche nach meinem Umfang.
Ich möchte den Teil des Universums,
den ich verkörpere,
ausmessen, bestimmen,
ihn unter Kontrolle haben.
Ich bestehe mit beiden Füßen
die Erde unter mir,
und mein Blick setzt dem Horizont Grenzen.
Ich muß mich heute standhaft dagegen wehren,
was der Sehnsucht,
Flügel wachsen läßt,
bewußtes All-einatmen,
Freudenschrei,
Seufzer,
sich im Nichts wiegen, etc.
Ja, ich will auf der Hut sein,
die Anzeichen des Einlullens,
umgarnender Wattebauschgedanken
entlarven.
Ich werde ihnen heute nicht erliegen.
Auf dem Siegerpodest der Vernunft
wird meine Stirn ein Kranz aus Logik schmücken.
Und dieTräume,
die sich wie Quallen um meine Existenz schlingen,
lasse ich verdursten.
Erfahrungen ohne Reue,
Liebe ohne Leiden, z.B.,
sichern mir dann den Erfolg
Doch -hoffentlich- werde ich nicht
zu sehr "außer mir" sein,
wenn ich in Zukunft
unendlich veräußerlicht,
nicht mehr in mir bin.


BMD


Die Kleine von nebenan

Die Kleine von nebenan
ist jetzt schon
in diesem tapsigen
Lauflernalter,
wo sie die Erwachsenensprache,
zum Wohlgefallen aller,
goldig-klug imitieren könnte.
Aber sie will nicht!
Sie bedient sich weiterhin
einer jauchzenden Aussage.
Quietscht, gurrt,
läßt nur Laute
aus ihrem Kinderkehlchen kullern.
Zwitschert und tiriliert

mit den Vögeln
im Hinterhof
um die Wette.
Schwingt ihr Stimmchen
in den höchsten Oktaven,
und in vereinter Lebensfreude
mit den Beflügelten,
über die Dächer
unserer Kleinstadt.

BMD