Montag, 30. Juni 2014

Geröstetes Ende

Es gefiel der Made im Speck,
und sie wollte nicht weg,
bis man ihn briet,
und sie knusprig verschied.

BMD

Führung

Auch die,
die glauben,
das Leben
im Griff zu haben,
nimmt das Leben
an die Hand.

BMD

Fl-oh!

Kürzlich setzte mir jemand
einen Floh ins Ohr,
und da hatte ich den Salat!
Bumm! Bumm! Bumm!
Ging es den lieben, langen Tag
und die böse, lange Nacht,
denn der Floh benutzte
mein Trommelfell
als Trampolin,
und weil so ein Floh
halt gerne hüpft,
war mein rechtes Ohr
bald angeschwollen.
Ich wußte nicht mehr ein
noch aus.
Zum Glück,
traf ich den wieder,
der mir den Floh,
anfangs, ins Ohr gesetzt hatte.
Aber stellt Euch vor,
statt mich von dem
kleinen Ungeheuer
zu befreien,
wollte er mir doch
sofort noch einen dazu andrehen!
Er sagte, das wäre dann
eine Flohdame,
die den verrückten Flohmann
in meinem ramponierten Gehörorgan
besänftigen könnte.
Verzweifelt war ich
und ließ  es zu.
Es hat funktioniert.
Der Flohhüpfer hat sich verliebt,
und ich durfte miterleben,
wie er seine neue Flohlady
mitten auf meiner Nase
mal abknutschte.
Ich brachte es nicht über`s Herz,
die beiden zu zerquetschen.
Sie fielen in mein leeres Teeglas,
als ich den Kopf schüttelte.
Schnell, habe ich es abgedeckt,
und es gelang mir,
den unverschämten Flohausteiler
ausfindig zu machen.
Ich habe ihm
sein liebestolles Ungeziefer
zurückgebracht.
Er war nicht erstaunt,
mich zu sehen,
denn er hat Säcke,
voll von Flöhen,
die er hüten muß,
weil er sie von allen Leuten,
teilweise sogar mit der
zusätzlichen, neugeborenen Flohbrut,
zurückbekommt.
Man kann es ihm,
in keinem Fall übelnehmen,
wenn er,
bei jeder sich bietenden Gelegenheit
versucht, jemandem einen Floh
ins Ohr zu setzen,
um wenigstens
ein paar davon
loszuwerden!


BMD












Gern hätt`ich

Gern hätt`
ich dich mal berührt,
um zu wissen
wie das ist.
Gern hätt`
ich dich mal gespürt,
um zu erkennen,
was das ist.

BMD

Schicksal

Laß das,
was kommt,
zu dir kommen,
vermeide ein Ausweichen.
Laß das,
was kommt,
zu dir kommen
um ihm die Hand zu reichen.

BMD

C`est la vie

Ich bin diesen Weg gegangen,
den meines Lebens.
Das Ziel war oft verhangen,
doch nichts,
aber auch gar nichts
vergebens!

BMD

Sonntag, 29. Juni 2014

Neu-gierig

Die,
die Maulaffen feilhalten,
warten vielleicht
auf eine Banane.

BMD

Paradox

Um etwas zuzulassen,
müssen wir offen sein.

BMD

Nörgler

Wenn die,
die ständig rummeckern,
wenigstens
Milch gäben!

BMD

Unter 160cm

Kleine Leute
wehren sich entschieden
dagegen, daß Lügen
immer kurze Beine
haben sollen.

BMD

"Friedensbewegung"

Wenn wir uns beim
Auseinandersetzen
zusammensetzen,
ist schon viel
Sitzen
gewonnen.

BMD

Nirwana

Glück ist Leichtigkeit
und deshalb
gibt`s die Glückseligkeit
nur ohne Körper.

BMD

Freitag, 27. Juni 2014

Full Power

Herzenswärme
ist Engerie
der Superlative!

BMD

Einzig und allein

Herzallerliebster!
Ist auch dir
mein Herz von allen am Liebsten?

BMD

Selbstschutz

Am Besten:
Sein Herz nicht verschenken,
sondern nur
richtig gute Kopien davon!

BMD

Pseudoretter

Die Herzen
der Damen
im Sturm zu erobern,
ist schon deshalb
keine große Kunst,
weil sich die meisten Frauen
vorm Unwetter fürchten.

BMD

Bratherzchen

Wenn ein Herz
in Liebe entflammt,
ist dieser Zustand
wie beim Flambieren,
zum Zwecke der
lustvollen Aromatisierung,
kurzzeitig, gewiß von Vorteil,
doch jede weitere Hitzezufuhr
hätte bald,
ein gegrilltes Herz
zu Folge!

BMD

Mit dem Herzen

Das Herz findet
auf alles
eine Antwort,
und es ist immer
die richtige.
Aber wissen,
wissen wollen
wir das nur,
wenn`s uns paßt.

BMD

Schutz

Jeder braucht
eine Zugbrücke
vor seinem Herzen.

BMD

Asyl

Standesgemäß
weiß, das Gesäß.
Aus fremdem Land,
aberkannt,
gleiche Rechte.
Wortgefechte.
Dahingesagt
auch, was gewagt.
Nicht so gemeint,
bin dir nicht feind.
Unvoreingenommen,
und doch verschwommen,
Gerechtigkeitssinn.
Der sagt`s vor sich hin,
unbewußt,
beeinflußt
von Generationen
der Rassentraditionen.

BMD

Donnerstag, 26. Juni 2014

Worauf`s ankommt

Das "i"-Tüpfelchen
im Wort "L"iebe
kommt 
an zweiter Stelle,
L wie Lust,
an erster,
doch das hat
nichts zu bedeuten,
denn auf`s "i"-Tüpfelchen
kommt`s in der Liebe an!

BMD

Mittwoch, 25. Juni 2014

Alles

Gott
hat kein Herz,
er ist es.

BMD

Leicht gemacht

Es gibt nichts,
was ich lieber täte,
als das,
was ich wirklich gerne tue.

BMD

Ansichtssache

"Riese!" sagte die Ameise
zum Zwerg und machte ihn stolz.

BMD

Wunder-bar

Der Glaube versetzt Berge,
die man stehen lassen darf.

BMD







Hergott, nochmal!

Ohne Gott kann ich nicht,
obwohl ich mit Gott
oft nicht kann.

BMD

Mitgehangen, mitgefangen

Die, die mit den Wölfen heulen,
sind gewillt,
rohes Fleisch zu fressen.

BMD

Talentmißbrauch

Der Mensch ist fähig.
-    Zu allem  -

BMD

"Kleiner Schöpfungsirrtum"?

Als der Herrgott uns
nach seinem Ebenbilde schuf,
hat er nicht gewußt,
daß wir uns,
im Laufe der Zeit,
so verändern würden.

BMD

Kommt gelegen

Ich denk oft dumme Gedanken,
und dann mein ich, das wäre schlecht,
und dem dümmsten aller Gedanken,
ist das gerade Recht.

BMD

Persönlichkeit

Wie alle Wasser in eines fließen,
so auch alle,
je gedachten Gedanken
einen Weg gehen.

BMD

Odem

Dein Atem in Raum und Zeit
versiegt,
und Raum und Zeit belebt.

BMD

Leicht passiert

Man sollte sich nicht an all zu viel
gewöhnen,
denn dann braucht man`s!

BMD

Foul play...

Die Erde ist rund
und ein Spielball des Alls.
Hoffen wir,
daß dort keiner auf die Idee kommt,
mit ihr ein Tor schießen zu wollen!


BMD

Meditation

Wenn man der Leere
die Frage mitgibt,
wird sie sie in ihrem Nichts
dorthin tragen,
wo die Antwort zuhause ist.

BMD

Glauben

Glauben heißt,
der Ungewißheit
eines möglichen
Aufgehobenseins,
zu vertrauen.

BMD

Verwundung

Es sind die stummen Schreie,
die durchdringen,
was ein Schrei
zu durchdringen vermag.

BMD

Farbunterschied

Wenn alle Wunder blau wären,
müßte man Angst haben,
ein rotes zu erleben.

BMD


Merke!

Grundcharakter
des Willens
ist es,
stark zu sein.

BMD

Kokon

Man kann
in dieser Welt
nur bestehen,
wenn man
in seiner eigenen lebt,
und keiner soll behaupten,
daß er das nicht tut!

BMD

Unzulänglichkeit

Wenig,
ist das,
was wir wissen,
für immer
und immer.
Doch damit kommen
die Meisten klar.

BMD

Feststeht:

Viele Gedanken
denken sich
von alleine.
Das sind die
Querdenker
unter den Geordneten
oder Verordneten.

BMD

"Toleranzig"

Selten
braucht`s
den Verstand
beim Verständnis.

BMD

"Firm-am-End!

Dem Himmel sei Dank,
daß es ihn gibt!

BMD

Flexibilität

Man sollte sich
nur so ernst nehmen,
daß man es auch
sofort wieder lassen kann.

BMD

Zeit haben

Wenn dir die Zeit
davonläuft,
könnte es sein,
daß du ihr
zu wenig
geboten hast.

BMD

Laissez faire

Bequemlichkeit
ist nicht
mit Gemütlichkeit
zu verwechseln
und kann ein Laster,
als solches sein.
Wogegen
die Gemütlichkeit
ohne weiteres
bequem sein darf.

BMD

Ich lebe gerne (15)

Ich lebe gerne,
weil das Leben
nur Spaß macht,
wenn man es
gerne lebt.

BMD

Ich lebe gerne (14)

Ich lebe gerne,
weil ein Abendrot
so überwältigend
schön sein kann.

BMD

Ich lebe gerne (13)

Ich lebe gerne,
weil das Rumpelstilzchen
tot ist.

BMD

Ich lebe gerne (12)

Ich lebe gerne,
weil die Banane
krumm ist,
und es ihr
verdammt gut
steht.

BMD

Ich lebe gerne (11)

Ich lebe gerne,
weil Weißbrot,
in gutes Olivenöl getunkt,
eine königliche Mahlzeit ist.

BMD

Ich lebe gerne (10)

Ich lebe gerne,
weil frischduftende
Erdschollen,
den Gedanken,
zu Staub werden,
erleichtern.

BMD

Ich lebe gerne (9)

Ich lebe gerne,
weil ich mich
standhaft weigere,
zu hassen.

BMD

Ich lebe gerne (8)

Ich lebe gerne,
weil ich manchmal
so abgrundtief traurig bin,
und dann so unendlich froh,
wenn`s endlich fort ist,
das Traurigsein.

BMD

Ich lebe gerne (7)

Ich lebe gerne,
weil es bestimmt
einen Gott gibt,
der einigermaßen
mit mir zufrieden ist.

BMD

Ich lebe gerne (6)

Ich lebe gerne,
und ich könnte das
"ich lebe gerne",
auch durch
"ich freue mich",
ersetzen,
aber da ich mich
dann so oft freuen würde,
kann man mir auch getrost glauben,
daß ich gerne lebe.

BMD

Ich lebe gerne (5)

Ich lebe gerne,
weil manche Tiere
ein Fell haben,
das ich streicheln darf.

BMD

Ich lebe gerne (4)

Ich lebe gerne,
weil das Gras noch
so grün ist
wie es sein sollte.

BMD

Ich lebe gern (3)

Ich lebe gerne,
weil Walnußeis
mit Ahornsirup
einfach zu gut schmeckt,
um sterben zu wollen.

BMD

Ich lebe gerne (2)

Ich lebe gerne,
weil ich es furchtbar finde,
wenn ich atmen muß
und nicht zufrieden bin.

BMD

Ich lebe gerne (1)

Ganz abgesehen davon,
daß ich schon gerne lebe,
weil ich nicht Hunger leiden muß,
oder krank bin,
bin ich auch noch ungeheuer froh,
nicht als Mücke
zur Welt gekommen zu sein!

BMD

Dienstag, 24. Juni 2014

Zuviel Miau

Einst verliebte sich eine Katze
in einen Mäuserich
und sie sagte zu ihm:
"Ich habe dich zum Fressen gern,
aber ich tu`s nicht!"
Für eine Katze ist das der Inbegriff
einer Liebeserklärung,
und dem Mäuserich schmolz das Herz.
Ach, es war eine Lust und Freude,
die beiden zusammen zu sehen!
Wann immer es die Zeit erlaubte,
leckte die süße Katze ihrem Mäuserich
das Fell, und er genoß es.
Jagen durfte sie ihn sogar,
denn es war nur ein Spiel
und zum Zwecke
der Leidenschaft gar förderlich.
Trotzdem hielt diese Liebe
nur zwei Jahre.
Die Miezekatze konnte sich
einfach nicht das Miauen abgewöhnen,
und das erschreckte den Mäuserich
oft so sehr,
daß er jedesmal,
fast einen "Herzkasper"bekam.
Schade, schade, schade!
Warum  konnte sie nicht ihre Klappe halten?

BMD


Wärme

Es gibt Menschen,
die brauchen
ein bißchen mehr Liebe,
als die, die
ohne Wärmeflasche
ins Bett gehen.

BMD

Planetarische Meinungsänderung

Einst wünschte sich
der Mond Flügel.
Er wollte der Nacht
entfliehen.
Nach zwei Tagen aber schon,
kam er zurück.
Glänzen zu können,
war ihm doch wichtiger.

BMD

Nicht vergessen!

Man muß schon Lust
auf Lust
haben,
um Lust
zu haben!

BMD

Nicht so streng sein

Lieber einen Riegel
rein-, als vorschieben!

BMD

Grade noch so

Besser auf Wolke Sieben
schweben,
als gar keinen Boden
unter den Füßen zu haben.

BMD

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Verzweifelte
bitten auch noch
um den zehnten Strohhalm.

BMD

Erbarmen

Die Kirche
sieht in Frauen,
die  richtige
Putzteufel sind,
keine Sünderinnen.

BMD

Besser jetzt

Man soll den Tag
vor dem Abend loben,
denn schlimmer
kann`s immer noch werden.

BMD

Fast eine Tugend

Ein Schwein
kann sich seinen
schlechten Ruf leisten.

BMD

Ver-Höcker-t

Ich habe ein Kamel
gestreichelt,
zum allerersten Mal
in meinem Leben.
Ich warf einen Euro
in die Winterfuttersparbüchse,
und dann tätschelte ich ihm die Backe,
so eine Handbreit
unter den langbewimperten Augen.
Das Kamel kaute,
aber es schien, für einen Moment,
zu genießen, was ich da tat.
Dann drehte es den Kopf in die andere Richtung
und sein Kauen hatte plötzlich,
sowas Blassiertes an sich,
wurde zur gelangweilten Kiefergelenksbewegung,
die mir andeutete,
daß ich als Kamel selbst,
wohl bessere Chancen auf Zuneigung
gehabt hätte.
Ich habe aus dieser Erfahrung gelernt:
1. Daß ich höchstwahrscheinlich kein Kamel bin.
2. Daß  z.Zt. nicht mal ein Kamel an mir Interesse hat.

BMD

Azur

Blüten erheben den Himmel
zu einem Blau,
das "blühenderblau"
nicht sein kann.

BMD

Montag, 23. Juni 2014

Wenn ich...(Schlange)

Wenn ich eine Schlange wär,
dann gern eine Python.
Die macht Eindruck, 
und ich würde mich sofort persönlich,
dort oben, an "höchster Stelle" beschweren,
daß wir diesen miesen Job
im Paradies machen mußten,
worauf dann alle rausgeschmissen wurden.
Es ist seither auch nicht verwunderlich,
daß manche von uns Schlangen,
die Zartbesaiteten z.B.,
vor lauter Wut darüber,
richtig giftig wurden.
Uns aber als falsch,
zu bezeichnen,
kommt Mobbing gleich,
und verrückt ist es,
daß das ja wohl wirklich noch,
von dem Millionen Jahre zurückliegenden,
angeblichen Verrat,
mit dem blöden Paradiesapfel kommt!
Da kann man mal sehen,
wie nachtragend die Menschheit ist!

BMD








Kurzer Freiheitsdrang

Aus, riß die kleine Daune
in einer Frühlingslaune.
Tanzte auf und nieder,
überglücklich immer wieder,

immer wieder.
Bis zum Schluß.
Dann stak sie fest,
flaumweich dort,
im Vogelnest.

BMD

Symbiose

Auf morscher Rinde
wachsen Gebinde,
Muscheln und kleine Trompeten,
Schirmchen aus Pilz,
Hütchen  wie Filz,
Kobolte kneten.

BMD

Arterhaltung

Weil raumsparend,
sich kaum paarend,
wohnten in einem Nest,
das nicht viel Platz zuläßt,
Herr und Frau Spatz.
Selten sie sich liebten,
oft zusammen piepten,
denn in Frage
stand die Lage.
Grad wegen der Enge
gab`s sehr oft Gedränge.
Doch haben sich zuletzt,
natürlich durchgesetzt,
Schubs und Geschiebe,
natürliche Triebe.
Brachten Mätzchen,
schließlich Spätzchen!

BMD

Ich möchte

Ich möchte nach den Wipfeln tauchen,
das Spiegelbild des Sees
in Unruhe versetzen,
nach tanzenden Blättern
im Wellenspiel greifen,
 -grundlos-

BMD

Meck, meck, meck

Das sehr die Ziegen,
im Preise stiegen,
wenn sie nicht meckerten,
sich nicht bekleckerten,
ist sonnenklar
wie Münze bar.
Spielte das Tier
auf dem Klavier,
würde es schnell
ganz aktuell.
Dem ist nicht so,
und ich bin froh,
daß auf Geheiß,
nicht springt, die Geiß!

BMD

Glückseligkeit

Im Wolkenmeer aus Watteknäulchen,
da holte ich mir keine Beulchen.
Mittenhinein könnt ich mich wälzen,
nach allen Seiten mich verschmelzen.
Mich auflösen in Harmonie,
ach, ganz und gar, wäre ich sie!

BMD

Hui!

Die Pfütze
wartet auf ein Patschen.
Sie sehnt sich, ganz besonders,
nach nackten Füßen.
Möchte in Bewegung geraten,
durchwühlt werden,
wenn sie nicht auf Asphalt schwimmt.
Will aufspritzen,
wegspritzen, nach allen Seiten,
will das Jauchzen erfahren,
das kleine Kehlen erzeugen,
will teilhaben an Lebenslust,
an der Freude um`s Spiel.
Wartet auf dich,
wartet auf mich,
und liebend gerne auf jene,
die sie sonst niemals durchwaten,
die gesittet daran vorübergehn.
Will als Pfütze die Genugtuung erfahren,
auch aus uns, das Kind
herausgekitzelt zu haben!

BMD

Hans

Mutig,
mit der Fliegenklappe,
ich sie an die Wände pappe.
Die Kadaver, etwas Blut,
mildern endlich meine Wut
über diese Plagegeister,
denn ich bin ihr Herr und Meister.
Richte über Tod und Leben,
derer, die mir Ruh nicht geben.
Habe viele schon erlegt,
mit dem Jagdsinn, der erregt.
Darum geh ich auf die Pirsch,
ziele auf den stolzen Hirsch.
Doch mit halb so viel Erfolg,
wie nach meinem Fliegenvolk.
Wären sie nicht, würd ich schlagen,
manchmal dann, die Zeit nur tot.
Bin ganz froh, daß sie mich plagen,
denn auch Aggression tut Not!

BMD

Im Park

Knochige Hände,
betagte,
brechen trockenes Brot,
das gelbe, gierige Schnäbel
ihnen fast entreißen.
"Sie kommen mir jeden Tag entgegen.
Sie warten schon auf`s Futter", sagt sie stolz.
Und im Winter?
Im Winter wird sie wieder ganz allein
am gefrorenen Teich stehen.

NMD

Sonntag, 22. Juni 2014

Schutz

Und um dich,
würde ich meine Arme legen
und trüge dich
aus dir heraus,
hinein ins
andere Ich.

BMD

Um die eigene Achse /Around and around

Vielleicht dreht sich                        Perhaps
unsere Erde nur,                              our planet is only
damit wir unser                               upon its axle turning
Leben tanzen lernen.                       that we learn
                                                         to dance life.
BMD     
                                                         BMD                                        

Größter Wunsch

Heute will ich leben, leben!
Nicht am Leben kleben, kleben!
Will vor Leidenschaft erbeben.
Wie ein Schmetterling entschweben.
Nicht nach leeren Gütern streben.
Mich mit mir, der Welt verweben.
Meiner Seele Bestes geben.
Nur das Jetzt zum Glück erheben.
Einfach mit mir einssein, eben!

BMD


Denk an mich

Denk an mich,
auch mal so,
wie ich an mich denken würde.
Sollte dir aber, so zu denken,
komplett fremd erscheinen,
wirst du es womöglich nie lernen
oder du mußt noch sehr viel lernen!

BMD

Freitag, 20. Juni 2014

Alles wahr

Jeder hat seine eigene Wahrheit.
Doch die Meinung ist sehr verbreitet,
oder verbreitet worden,
daß es nur eine Wahrheit geben kann,
auch wenn sich diese immer,
unterschiedlich darstellt.
Sicher, aber ist,

daß jeder seine eigene Wahrheit
so leben sollte,
daß sie für ihn selbst,
wie für den nächsten, zum Wohle sei.
Dann muß die eigene Wahrheit,
die Wahre sein!

BMD

Regenbetropft

Regentropfen haben Laune,
-schläfrig-trüb, nicht-
nein, man staune!
Klimpern lustig auf die Tonne,
dies in Regenwasserwonne.
Trommeln, was das Zeug nur hält,
schietegal, ob`s uns gefällt
Und ins Fäustchen sie sich lachen,
wenn sie Riesenpfützen machen,
uns aus ihnen dann vollspritzen.
Doch auch sie kommen ins Schwitzen,
wenn die Sonne sie entdeckt,
gierig, gierig alles schleckt.

BMD

Notwendigkeit

Ich möchte mich in aller Form
bei mir entschuldigen,
für das,
was ich mir je angetan habe
und je antun werde.

BMD

Hobby

Recht wurmen, tut`s einen Holzwurm dann,
wenn der Mensch, die Gänge nicht leiden kann.
Wozu, fragt er sich, mach`ich das Ganze,
wenn doch nichts wert ist, mein Gestanze?

BMD

Schmetterlingsreigen

Tanzten einen Flügeltanz,
fünfzehn,
dort im Garten.
Saßen nur für kurze Zeit,
konnten`s nicht erwarten.
Mußten schnell zur Nächsten eilen,
um sich da zu laben,
sich im Blütenkopf zu wiegen,
Spaß am Leben haben!

BMD

Donnerstag, 19. Juni 2014

Traum und Co.

Die meisten denken bei Traum
an geschlossene Augen und Nacht.
Davon will ich aber jetzt nicht reden,
von den Träumen,
die sich einem regelrecht aufdrängen..
Ich möchte von den Träumen sprechen,
die mir Blütenkranz um den Hals sind,
von den Duftenden, z.B.,
und über die,
die ich mir wie geschlagene Sahne
in die Ohren stopfen kann,
vor Wonne
oder von den Träumen,
die ich mir selbst häkle.
Eine Luftmasche, ein Traum,
zwei Luftmaschen, zwei Träume, etc.
Ein Fantasiemuster aus Traumwolle
mit Endlosfaden!
Kurios ist, daß man seinen Traum,
ganz persönlich sein eigen nennen darf,
ohne ihn trotzdem je besitzen zu können.
Das macht ihn so absolut originell
und manchmal auch revolutionär.
Er nimmt als Illusion den Raum ein,
den man ihm zusteht.
Er kann sich ein-und anpassen
ohne Quetschungen davonzutragen,
wenn`s eng wird.
Er kann, wie oben schon erwähnt,
blühen -  oder tanzen, wallen, lodern,
sich schlängeln,
hat Füße oder keine,
er kann jede Form annehmen
und sofort wieder aufgeben.
Dafür braucht er natürlich Platz.
Soviel Platz wie es in einem
Traummeer gibt.
Traummeere sind aber nicht ungefährlich,
falls dich dein Traum auffordert,
mitzukommen.
Traummeere kann man nicht durchschwimmen,
nur Befahren.
Für ein Traummeer muß man schon
ein guter Navigator sein.
Vom Traumwetter bestimmt,
ist das Traummeer leicht
oder schwer zu durchkreuzen.
In einem Traummeer wäre man,
vielleicht auch besser Fisch

BMD




Mit Leichtigkeit

Wenn ich manchmal
gerade, so richtig fröhlich bin,
wenn ich mich fühle,
als ob ich wie ein Schmetterling
davonflattern könnte,
wenn ich mich auf dem Trapez
der Heiterkeit bewege,
als gäbe es keine Tiefe unter mir,
dann schleicht bald,
ein borstiges Etwas
um die Ecke.
Ich kann es schon von weitem riechen,
denn es stinkt nach Miesepetrigkeit.
Zielstrebig kommt es näher und näher,
an den bunten Luftballon
meiner Ausgelassenheit heran,
um sich daran zu wetzen,
und entsetzt warte ich auf
einen rettenden Windstoß,
der mich und meine Freude
schnell wieder
in den Himmel tragen wird.
Ach, wie erleichtert
ich bin, wenn es klappt,
und ich mich weiter,
in Frohsinn schwebend,
gaukelnd,
einer bodenlosen Sicherheit
hingeben kann!
Aber natürlich dauert es nicht lange,
denn ich muß erneut landen,
und...da ist es auch sofort,
steht bereit, das stachelige Ding
mit den triefenden Augen.
Es giert danach,
meine Leichtigkeit zu fressen,
mich zu vereinnahmen.
Oft ist`s ihm schon gelungen,
haben traurige Gedanken
meine Lebenslust ohne Grund
geschluckt,
doch heute, habe ich 
eine Falle mitgebracht.
Ich habe sie aus Mut
und Selbstvertrauen
zusammengebastelt.
In der wird gefangen,
was auf den Müll gehört.

BMD





Bist mir mehr, als...

Manchmal,
wenn mein ICH
mir so unklar erscheint,
wenn das Bild,
das ich von mir habe,
von den Wellen des Lebens
sonst getragen,
in der Brandung
zu zerschellen droht.
Wenn Wahrnehmungen
und Wünsche sich duellieren,
eigene Entscheidungen
unmöglich machen,
und ich zu keiner sicheren,
faßbaren Empfindung
fähig bin,
dann rufe ich nach dir,
der Freundin.
Du nimmst dir die Zeit,
mit mir diese Gedankenstürme
zu überstehen.
Du zeigst mir den Fleck Blau
zwischen den dunklen Wolken
am Himmel.
Du breitest deine Arme aus,
um mein Seelchen zu trösten.
Du kannst mir nicht immer nahe sein,
aber dein Verständnis
hat als wunderbares Geschenk
in meinem Herzen seinen Platz
und läßt Blumen auf den Tapeten
lebendig werden.

BMD

Ausbruch

Hin und wieder
schlurfe ich durch die Aue,
da entlang,
wo man weithin erkennen kann,
daß man eine kurze Weile
alleine sein wird.
Ich trete nach Grasbüscheln,
die sich mir auf, bewachsenen Maulwurfshügeln,
in den Weg stellen
und stoße heftige Flüche aus.
Brülle Schimpfworte,
die mir in meiner eigenen Behausung,
wegen den Nachbarn,
nicht über die Lippen kämen.
Ungehört, doch unerhört
kann hier meine geballte Wut
herausschießen.
Rotz und Wasser heule ich dazu,
und fühle mich,
von Gott und der Welt verlassen.
Es hört mich niemand.
Nur die Grashüpfer scheinen erschreckt,
größere Sprünge zu machen,
wenn ich daherkomme.
Mutter Natur aber, nimmt es mir nicht übel,
wenn ich ihr meinen Seelenmüll
vor die Füße kotze.
Ich erreiche das Ende der Niederung,
wo mir ein Wiesenbach
den weiteren Weg versperrt.
Hier kann ich mein
verweintes Gesicht waschen.
und erleichtert
kehre ich zurück,
auch zu mir selbst.
Aber nicht ohne
entschuldigend,
wenigstens einen,
der von mir geplätteten Grasbüschel,
aufzurichten.

BMD


Das Glück ist ein Vagabund

Manchmal, wenn ich glücklich bin,
versuche ich das Glück
an mich zu fesseln,
will es anbinden,
in der Hoffnung,
es nie wieder zu verlieren,
um im Zustand der Seeligkeit
bis an mein Lebensende verharren zu können.
Dann ziehe ich das starke Tau der Kontrolle
um seine Flügel
ohne darauf zu achten,
wie fest ich zurre,
verschließe für Krisen und Disharmonie die Türen
und bringe zusätzlich
Sicherheitsschlösser an.
Die Fenster verdunkeln eiserne Gitter,
aber drinnen, im Gefängnis für das Glück,
das nur mir gehört,
wird getafelt.
Ein Fest nach dem anderen lasse ich feiern,
um es bei Laune zu halten, das liebe Glück,
und fast scheint es mir zu gelingen.
Es bekommt jedoch einen dicken Bauch,
von all dem Gelage,
und die schwarzen Ringe unter den Augen,
verdeckt es mit einer rosaroten Brille.
Das Glück verliert allmählich seinen Freiheitsdrang
und ich, ich beginne, es häßlich zu finden.
Es muß, vom Wind zerzauste Haare, haben dürfen,
es hat sicher auch sonst, einige Löcher im Gewand,
das Glück.
Es ist vogelfrei und will dafür nicht gehängt werden!

BMD

Wie fühle ich mich als Schnecke?

Natürlich bin ich total unten.
Fühle mich komplett am Boden zerstört,
krieche auf Armen und Beinen vorwärtsdrängend,
hastig in die Rundungen des Schneckenhauses hinein.
Schlängelnd muß ich dabei, meinen Körper den Windungen anpassen,
bis nur noch meine Zehen, den kühlen Windhauch
der Außenwelt wahrnehmen.
Nun liege ich da,
eigentlich geborgen und beschützt,
mit dem Kopf im obersten Erkerchen,
einer Enge.
Ich bin unbekleidet und kann die Poren
gegen die Schale dieses Kalktürmchens pressen,
um zu suchen, was in mir ist.
Es dauert eine Weile, bis es sich findet.
Etwas Wesentliches von mir.
Doch mit dem Wiederfinden
kommt auch die Lust zurück.
Die, für das Leben,
und sie ist es,
die mit ihrer Energie,
die Schneckenhauswände
rissig werden läßt,
bis sie in Bruchstücken
von mir abfallen.

BMD






Mittwoch, 18. Juni 2014

Wie wild

Mein Herz
schlägt für dich,
manchmal aber auch um sich!

BMD

Gesund

Küßchen sind Vitamin C
für`s Herz.

BMD

Schlau, schlau

Das Lexikon sagt:
Das Herz ist Sitz
der Lebensgeister.
Also, laßt sie spuken!!!

BMD

Straffreiheit für Amor

Tatzeit: Jederzeit möglich
Tatwaffe: Liebespfeil
Täter: Geflügelter und äußerst beflügelter Zwerg
           mit Köcher und Pfeilvorrat.
Zugefügte Verletzungen: Herzbluten,
                                         jedoch ohne nachweisbaren Flüssigkeitsaustritt
                                         und (oder) liebesbedingte
                                         Wahrnehmungsstörung,
                                         bis hin zur Verwirrtheit.
Urteil: Freispruch für den Angeklagten.
            Eigenverschulden des Klägers, der Klägerin.

BMD
           

          
          

Fast

Als Torhüter
meines Herzens
bin ich Profi,
trotzdem halte auch ich,
so manchen gezielten Schuß
nicht auf.

BMD

Für dich

Ich kaufe mir demnächst
ein Vorhängeschloß
für mein Herz,
bin aber bereit,
den Schlüssel
zum Nachmachen
auszuleihen.

BMD

Dienstag, 17. Juni 2014

Verbitterung

Wenn einem das Herz gefriert,
einfach so,
mitten im Sommer
oder im Winter,
wo es eigentlich fast paßt,
erschrickt man
vor seiner Eiseskälte,
trotzdem bei jedem Schlag.

BMD

Echte Handwerkskunst

Mein Herz ist ein rechter Schreinermeister.
Es klopft und zimmert mir ein Leben.

NMD

Ironie des Schicksals

Der Honig, den sie selbst gemacht,
hat eine Biene umgebracht.
Imme auf dem Honigglasrand.
Köstlich sie ihre Ernte fand,
und gierig beugte sie sich vor.
Sie so, das Gleichgewicht verlor.
Fest kleben, blieb zwar auch ein Bein,
doch kopfüber fiel sie hinein.
In ihrer allerletzten Stund,
floß er ihr zuckrig in den Mund.
Die Arme war sehr schnell ganz voll,
daß sie davon fast überquoll.
Darum sank sie immer tiefer,
und auch in die Augen, lief er.
Am End` war sie mit dem bedeckt,
was sie nun nicht mehr macht und schleckt.
Die Fleißigste in den Waben,
durfte vom Honig nichts haben!

BMD



Elefantenhaut

Ein dickes Fell
ist beinah kriminell.
Undurchdringlich,
macht`s fast unbezwinglich,
den, der es besitzt.
Ich hoffe nur, daß er recht schwitzt!

BMD

Wurm drin

Ja, es schmeckte mir die Pflaume
just, in diesem Moment noch gut,
und nun sehe ich im Innern,
den frechen Wurm und seine Brut.
Dieser fleischig-dicke Bengel,
scheint nicht mal böse mir zu sein.
Jetzt zerreiße ich die Frucht erst,
ob sie groß ist oder auch klein.
Sogar die, ein bißchen Grünen,
können mich nicht mehr erkühnen.
Ich mach den Test vor demVerzehr,
für die madenlose Gewähr.
Ob`s wohl an diesem Umstand liegt,
daß Appetit im Nu verfliegt?
Sicher ist genossen,  Eßlust,
instinktiver, wenn unbewußt.

BMD

Einsicht oder "In-sich-hinein-Sicht"

Ein Igel, bekannt als nett und gutmütig,
wurde plötzlich aggressiv und stinkwütig.
Er, der sich beim Streit sonst zuammenrollte
und danach alleine vor sich hinschmollte,
er ließ die Stacheln lang wachsen, zu Speeren,
um sich endlich seiner Haut zu erwehren.
Wenn er fauchte, sich die Spitzen aufstellten,
worauf Schmerzensschreie durch die Nacht gellten.
Und kam er um die Ecke geschlichen,
ist alles, was lebt, vor ihm ausgewichen.
Was ihm begegnete, wurde aufgespießt,
und das hat ihm all seine Freunde vermiest.
Bald war er einsam, weil ihn niemand mochte,
und er entflammte die Speere als Dochte.
Lief mit brennenden Rückenfackeln umher.
Denen, die zu ihm hielten, fiel es nicht schwer,
sie wie Geburtstagskerzen auszupusten.
Der Igel begann daraufhin zu husten.
Nicht, weil`s an den Stachelstumpen noch rauchte,
sondern, weil er Zeit zum Nachdenken brauchte,
um dann beschämt um Verzeihung zu bitten,
wobei ihm auch ein paar Tränen entglitten.
Und er dachte bei sich, wie wär es bestellt,
um `nen Igel ohne Freunde in der Welt.
Manchmal ist`s doch besser, sich einzuigeln,
als nur jeden gegen sich aufzuwiegeln!

BMD

Und es ward...

Aus einem Kern entsprang ein Sproß,
mit leiser Kraft und sanftem Stoß.
Zerbrach die Schale, die ihn barg,
so hoffnungsvoll und ohne Arg.
Schob durch die Erde zartes Grün,
den dünnen Stengel, forsch und kühn.
Die bunten Blüten tranken Licht

gaben Farbe dem kleinen Wicht.
Ließen wachsen und gedeihen,
um was bald schon sollten freien,
Honig sammelnd, viele Summer.
Blieb trotz der Verdienste, stumm er.
Freude gab er nur durch Leben,
war dem Schenken ganz ergeben.
Aus einem Kern entsprang ein Sproß,
die Schöpfung ist im Kleinen, groß.

BMD

Kein Zuckerschlecken

Es ist im Allgemeinen,
und oft tut es so scheinen,
das Leben, doch zum Weinen!
Man hat nichts außer Sorgen,
dazu noch Angst vor Morgen
und man fragt sich bang, warum
nimmt das Leben mir was krumm?
Was man wollte, wär nicht viel:
Schlecken es, wie Eis am Stiel!

BMD

Montag, 16. Juni 2014

Es ist aus

"Ich wünsche dir
dein Glück
ohne mich."

BMD

Von Vorteil

`Nen Mann mit
zwei linken Händen,
kann keine Frau gebrauchen,
wogegen es einem Mann
egal ist,
ob die Frau
zwei linke "Titten" hat!

BMD

Sexy

"Ach," seuzte die Schnecke
und sie fror,
als sie ihr Haus verließ,
um ganz nackt,
dazustehen.
"Wenn es der Erotik dient,
bringe ich so manches Opfer."

BMD

"Bodybildung"

Charakterstärke
kann man trainieren,
aber man bekommt
keine "Muckis" davon.

BMD

Traummann

Ein Mann sollte Mann sein,
wenn Frau es will,
und es auch mal nicht sein,
wenn sie es wünscht.

BMD

Lieb von mir

Ich habe mir für mein Seelchen
Samthandschuhe gekauft.

BMD

Hallo Alice!

Die weiblichen Schwanzlurche
lachen über den kleinen Unterschied!

BMD

Ausgleich

Wahre Macht
besitzt nur die Natur,
auch wenn sie sich,
bis dato,
nur in Grenzen gewehrt hat.

BMD

Schön, daß es sie gibt

Ich möchte euch etwas über Schutzengel erzählen.
Viele Leute glauben, daß es welche gibt,
und mehr, als viele glauben es nicht.
Das ist den Schutzengeln aber egal.
Sie beschützen auch die, die nicht an sie glauben.
Schutzengel sind schon toll!
Früher hatten die kleinen,
wie auch die großen Schutzengel,
immer Flügel.
Doch heute ist das anders.
Es gibt welche mit und welche ohne.
Ihr wißt aber sicher nicht,
daß Schutzengel, die Flügel haben,
nicht schneller sind, als die Flügellosen.
Die können ohne sie, trotzdem fliegen!
Flügel würden nur stören, meinen sie.
Man kann damit irgendwo hängenbleiben
und sich die Federn ausreißen.
Die mit Flügeln
haben davor keine Angst.
Sie finden es wunderbar,
wenn die Flügel beim Fliegen
schön rauschen.
Aber eigentlich ist das alles unwichtig.
Froh, bin ich einfach nur,
daß es Schutzengel gibt.
Sie beschützen uns, wann immer sie können,
obwohl es ein harter Job ist.
Hin und wieder müssen sie daher
ein Nickerchen machen.
Das geht im Sommer, am Besten,
in einer bunten Blumenwiese.
Dort liegt er dann, der Schutzengel
und träumt von einer heilen Welt.
Derweil bewegt der Wind die Blüten im Gras,
und es sieht fast so aus, als ob sich die Blumen
vor dem Schutzengel verneigen.
Oft ruhen sie auch in Baumkronen aus.
Da läßt es sich gut dösen, wenn man leicht
hin-und hergeschaukelt wird.
Gerne sitze ich unter einem solchem Baum
mit dem beruhigenden Gefühl,
daß der Engel,
weil er ja ein Schutzengel ist,
auch Wache halten kann,
wenn schläft.

BMD




 

Schöpfung

Das Blau des Himmels
schlägt Wellen,
im Meer
der Ewigkeit.

BMD

Unbefleckt

Kinderseelchen,
wie frisch geschlüpfte Schmetterlinge,
wollen die Welt
schwerelos entdecken.

BMD

Wannenwonne

Ich bade furchtbar gerne,
so ein, zweimal am Tag,
wobei der Haut, ich Säure
und Schutz, verleiden mag.
Doch`s Seelchen braucht das Wasser,
fühlt sich wohler, nasser!
Glaubt dann,es hätte Flossen
und ist nicht mehr verdrossen.
Schwimmt allem Kummer schnell davon.
Ist`s Einbildung? Wen stört das schon!

BMD

Mitgefühl

Seelischen Beistand leisten,
mit den rechten Worten,
zur rechten Zeit,
ist eine Kunst
des Einfühlungsvermögens,
und wer ein Vermögen
an Einfühlung hat,
ist an Seele reich.

BMD

Inkognito

Sinnesausbrüche
habe ich,
wie Eruptionen
auf demMond,
unbemerkt von denen,
die für mein Inneres
kein Teleskop besitzen.

BMD

Kosmische Verschmelzung

Es gibt Verbindungen,
die wir nicht zustande gebracht haben,
die zueinanderfließen,
sich vermischen,
zu einer  Kraft,
im Zeugungsakt der Seelen.

BMD

Sonntag, 15. Juni 2014

Wenn ich...(Huhn)

Wenn ich ein Huhn wäre,
würde ich zu Ostern keine Eier legen.
Ein Streik zu dieser Zeit
wäre mal vonnöten,
damit der Hase nicht auf ewig,
seine unrechtmäßig erworbenen
Lorbeeren, weitererntet.
Wenn ich ein Huhn wäre,
würde ich um Lebensmittelfarben
im Fressen bitten
und zu Weihnachten bunte Eier legen.

Damit wäre die Kariere des Osterhasen
sicherlich beendet!
Wenn ich ein Huhn wäre,
täte ich den Hahn,
der Vielweiberei anklagen,
daß ihm endlich mal
der rote Kamm abschwillt!
Ich wäre als Huhn,
sicherlich kein Dummes
und diese, meine glänzenden Ideen,
sind dafür doch schon Beweis genug!

BMD



Wenn ich...(Ratte)

Wenn ich eine Ratte wär,
würdet ihr euch nicht
vor mir ekeln.
Ich bekäme es
bestimmt hin,
daß ich für euch süß aussähe,
und Mühe gäbe ich mir,
meine Schläue,
mein ausgeprägtes Sozialverhalten
und natürlich auch meine Vorliebe
für Unrat, zu verstecken.
Ersteres ist euch ja suspekt,
das Zweite oft unbekannt,
und Letzteres erweckt
Abscheu in euch.
Wenn ich eine Ratte wäre,
hätte ich ein schweres Erbe
zu tragen.
Für die Pest verantwortlich
gemacht worden zu sein,
obwohl da ein blöder Floh,
den keine von uns Ratten eingeladen hatte,
seine Finger im Spiel hatte,
läßt uns nimmermehr
zu Ruhm und Ehren gelangen.
Wenn ich eine Ratte wäre,
würde ich nicht in einem,
mit menschlichem Exkrement
verseuchten, Verlies leben,
würde als Wald-und Wiesenratte,
in einem Moosbett schlafen,
und müßte mich mit euren
giftigen Returkutschen
nicht auseinandersetzen!

BMD

Wenn ich...(Maulwurf)

Wenn ich ein Maulwurf wär,
hätte ich als Schatzsucher
für antike Fundstücke,
bestimmt einen Riesenerfolg,
und um die Maulwurfshaufen,
die ja sowieso keiner
richtig zu schätzen weiß,
müßte sich dann eben
jemand anderes kümmern.
Von dem Geld meiner  Arbeit,
würde ich mir mindestens
eine Tonne Engerlinge,
an Wintervorrat kaufen.
Das wäre das Größte für mich!
Und da ich, von Natur aus,
blind bin und damit zufrieden,
wäre auch das schon alles,
meine Glückseligkeit!

BMD



Wenn ich...(Bär)

Wenn ich ein Bär wär,
liefe ich als Brummbär rum,
und bärbeißig wär ich auch.
Mit mir könnte man,
keinen Bärentanz aufführen.
Meine eigenen Artgenossen
ließe ich mir nicht aufbinden!
Und, obwohl jeder
einen ungeheuren Respekt
vor meinem Grizzlygehabe hätte,
wäre trotzdem dort,
wo ich auftauche,
sicherlich immer
der Bär los!

BMD

Wenn ich...(Esel)

Wenn ich ein Esel wär,
könnte ich dir davontraben,
und erst dann wiederkommern,
wenn du, für mich, genügend
Zuckerstückchen bereithieltest.
Ich würde endlich mal
mit der Lüge aufräumen,
daß wir für alle Eselsohren
verantwortlich sein sollen,
ohne je ein Buch gelesen zu haben!
Sogar als Eselin
dürfte ich richtig bockig sein,
und meine Sturheit
wäre nur eine Charakterstärke.
Ich hätte eine genügsame Art,
und jeder Grashalm wäre mir recht.
Mühelos könnte ich dich
auf meinem Rücken tragen,
auch über deine
unwegsamsten Lebenspfade.
Weil das "Iah" aber,
in der deutschen Sprache
dem "Ja" zu ähnlich ist,
müßte ich mir beim Schreien,
hierzulande,
etwas anderes einfallen lassen,
da ich den Widerstand
doch so sehr liebe!

BMD




Wenn ich...(Hamster)

Wenn ich ein Hamster wäre,
würde ich nicht am Rad drehen,
sondern auf viel verücktere
Weise zeigen,
daß man in solch einem kleinen Käfig
schnell durchknallen kann.
Auch müßtet ihr entschuldigen,
daß ich mit vollen Backen redete,
denn meine wären immer voll,
Eine einfache Erklärung,
gäb`s für meine Nachtaktivitäten:
Mit den Menschen hab ich`s nicht so,
obwohl die an mir,
im wahrsten Sinne des Wortes,
einen "Narren" gefressen haben.
Die kurze Zeit,
in der ich lebte,
weil ihr mich überzüchtet habt,
würde ich, mit viel Denken verbringen,
und wenn ihr mir verständnisvoll
in meine kleinen, dunklen Hamsteraugen
blicken solltet,
könntet ihr das sicherlich bemerken.

BMD






Freitag, 13. Juni 2014

Wenn ich...(Laus)

Wenn ich eine Laus wär,
würde ich mir nie selbst
über die Leber laufen,
nie zusätzlich,
ein Mangel an
Gruppenzugehörigkeitsbedürfnis
würde mich eh davor bewahren,
einen verlausten Zustand
durch meine Anwesenheit erweitern.
Würde mich geflissentlich
von Affen fernhalten,
damit mich keiner lauste
und danach verschmauste!
Ja, was würde ich?
So rumlausen,
den lieben, langenTag,
und das heißt:
Saugen und schlafen,
schlafen und saugen.
Würde diesem paradiesischen
Urzustand frönen und ihn
freiwillig nie beenden.
Sollte ich jedoch dem Ziel,
auf Ewigkeiten hin,
der Lust ergeben zu sein,
leider nicht nachkommen können,
müßte ich wohl oder übel,
mit lausigen Zeiten
vorliebnehmen!

BMD

Wenn ich...(Kolibri)

Wenn ich ein Kolibri wär,
würde ich flirrend, flimmernd,
federflusig und flügelflauschig flattern,
fortwährend, flüsternd frech flunkern,
freiwillig, friedlich frohlocken,
fransig-funkelnde Freiheit formulierend,
flink, flexibel, fracklos fliegend,
flüchtiges Fluidum, frappierend füllen.

BMD

Wenn ich...(Spinne)

Wenn ich eine Spinne wär,
dürfte ich endlich mal legal
und nicht nur heimlich
spinnen.
Vielleicht würde mir fast jeden Tag
einer ins Netzt gehen,
und über den,
fiele ich dann her,
würde ihn, nach mehr Faden,
als Strich, vertilgen.
Mmh! Liebe geht schließlich durch
den Magen!
Ach, ein Kreuz wär`s wohl,
mit den Hausfrauen.
Denn auf die wenigen, die mich für
nützlich hielten,
sollte ich mich besser nicht verlassen,
sollte dieser staubtuchschwingenden Spezies,
vorsichtshalber aus demWege krabbeln.
Letzteres könnte ich ja schnell und gut.
Ich hätte acht, lange, schlanke Beine,
die aber, komischerweise, nicht als sexy
gelten würden.
Na, macht nichts!
Ich käme mit dem Ekel,
den viele vor mir empfänden,
sicherlich klar.
Könnte ich mich doch, fädenziehend,
immer selbst auffangen,
mir sogar ohne Gefahr,
ins eigene Netz gehen.
Das sind schon ungeheure Vorteile.

BMD


Wenn ich...(Marienkäfer)

Wenn ich ein
Marienkäfer wär,
mußte ich mir die lieben Marias suchen,
daß sie mich beschützen.
Solche, mit langem Haar
und einem lächelnden Gesicht.
Die kämen nämlich nicht auf den Gedanken,
mich als Plage zu sehen,
wenn es von mir, mal ein paar mehr gibt.
Glück, würde ich deshalb auch nur denen bringen,
die mich wirklich mögen.
Das Neue Jahr hätte durch mich,
gleich einige dicke Punkte mehr,
und froh wäre ich,
rot und schwarz zu sein,
weil ich glaube,
daß nichts unmöglich ist!

BMD

Wenn ich...(Spatz)

Wenn ich ein Spatz wär,
wäre mir die Frechheit angeboren,
und schimpfen würde ich nicht
nur im Rohr.
Gleich, wenn die Sonne aufgeht,
könnte ich damit anfangen
und hätte bestimmt keine
Magengeschwüre.
Ich wäre sogar besser,
als die Taube,
weil sie auf dem Dach hockt,
und trotzdem hättet ihr mich
nicht in der Hand!
Mein Flügel und meine Kenntnisse
als Gassenjunge,
ließen mich überleben.
Ihr solltet mich mal
genauer anschauen,
dann würdet es euch
gewiß dämmern,
warum ihr,
was liebes Kleines,
als süßen Spatz bezeichnet!

BMD

Wenn ich...(Silberfischchen)

Wenn ich ein Silberfischchen wäre,
käme ich nie auf die Idee,
das Gold wertvoller sein soll.
In einem Abwasserrohr würde es mir
auch nicht stinken,
und wenn ihr mich verachten wolltet,
täte es mir nicht weh.
Keine Ritze wäre für mich zu klein,
und ich könnte immer im Dunkeln munkeln.
Weil ich die Sonne und das Licht
sowieso scheue,
wäre das Ozonloch für mich kein Problem,
und als Milbenfresser mit dem Geringsten
zufrieden, hätte ich keine Lebenshaltungskosten.
Wie im Schlaraffenland
könnte ich mich fühlen,
und was ihr unter den Teppich kehrt,
das wären für mich Leckerbissen.

BMD

Wenn ich...(Fliege)

Wenn ich eine Fliege wäre,
könnte ich nerven wie keine andere.
Könnte alles bekrabbeln
und  auch auf alles (m)einen Schiet geben.
Dabei würde ich jedem was surren.
Ich ginge natürlich niemandem
auf den Leim,
denn ich hätte mehr Schläue,
als nur ein Fliegenhirn.
Ach, mein Leben wäre unbeschwert
fliegelig-flügelig,
weil ich bestimmt durchblicken würde
ohne gegen die Fensterscheibe zu knallen.

BMD

Wenn ich...(Schnecke)

Wenn ich eine Schnecke wär,
hätte ich ein Haus,
in das ich mich jederzeit,
absolut kostenlos,
verkriechen könnte,
und Fühler hätte ich,
um Hindernisse zu ertasten.
Ich könnte meinen Lebenspfad einschleimen,
daß er unter mir wegflutscht
ohne Kratzer zu hinterlassen.
Auch käme mir das Zwittertum gelegen,
da es Liebeskummer ausklammern würde.
Ja, wenn ich eine Schnecke wäre,
dann hätte ich eine endlose Geduld
mit mir und der Welt,
und das wäre einfach nur
himmelschneckigschön!

BMD

Donnerstag, 12. Juni 2014

Wenn ich...(Hund)

Wenn ich ein Hund wär,
könnte ich gefährlich knurren,
und alle einschüchtern.
Ich könnte bellend rumschrein wie ich wollte,
und hätte mir endlich mal,
gehörigen Respekt verschafft!
Nie würde ich den Schwanz einziehen
oder winseln.
Ich wäre ein stolzer Hund,
und ein Schild,mit der Aufschrift,
"Vorsicht bissig", käme mir
gerade recht,
obwohl ich insgeheim,
keiner Fliege was zuleide täte.
Ja, und die Hoffnung auf ein Ende im Himmel
oder die Angst vor der Hölle,
bzw. dem auch nicht viel angenehmerem Fegefeuer,
die wären dann überflüssig,
denn wenn ich vor die Hunde ginge,
wüßte ich wenigstens, bei wem ich ankomme!

BMD

Seelenverwandtschaft

Ich höre das Gras wachsen,
willst du mit mir lauschen?

BMD

Reife

Bin eine unstudiert, Studierte,
weil mich das Leben sowieso lehrt.
Bis heute ich nicht promovierte,
hab an Wissen jedoch, nichts entbehrt.
Und an des Lebens Schlußexamen,
noch alle durch die Bank, teilnahmen!

BMD

Schwanenhals

Aus dem Stadtparkteich, die Schwäne,
kamen letztlich in Quarantäne,
weil sie die Köpfe zu hoch hielten.
Man übergab sie einem Tierpsychologen,
der sie eingehend untersuchte
und zum Schluß kam:
Sie sind alle in Ordnung,  jeder Schwan.
Keiner leidet von ihnen, an Größenwahn!

BMD

Vertraute Gewohnheit

Ist
Alltägliches,
verträglich, es,
gemächlich, es.
Doch
Neues,
ich scheu es,
nicht treu, es.

BMD

Total linsig

Ich mag gern Schokolinsen
mit Sauerkraut und Speck.
Wenn ich sie so vernasche,
schaun leider alle weg.
Sie meinen, das schmeckt gräßlich,
wegen dem Kakao drin,
doch ohne Schokolinsen,
macht Essen keinen Sinn!
Ich mag die Sahnigbraunen
auf dem Salamibrot.
Gäb`s keine Schokolinsen,
dann wär ich lieber tot.
Mit Senf ich sie beschmiere
und finde nichts dabei.
Wenn Freunde, ich verliere,
ist es mir einerlei!
Als Schokolinsenprofi
bin ich sehr wohl bekannt,
und viele Leute sagen:
"Das ist schon allerhand!
Gar nichts kann die er erschüttern.
Hat sie Schokolinsen,
wird sie der Welt frech trotzen
und sich einen grinsen!

BMD

Mittwoch, 11. Juni 2014

Keine blasse Ahnung

Wer kennt sich schon mit der Liebe aus,
wenn die Liebe sich nicht mal mit uns auskennt.

BMD

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens
liegt einzig und allein,
in der Existenz.
Auch, wenn wir versuchen,
alle möglichen Dinge und Undinge
als wichtigst zu erklären,
wobei jeder, dem anderen sicherlich
dabei behilflich sein kann,
Unnützes von Nützlichem zu unterscheiden,
reduziert sich alles letztendlich auf das eine,
eben, da zu sein.
Ob man dieses Dasein aber,
wirklich als ein, an sich Erlebenswertes begreift,
hängt im Wesentlichen davon ab,
ob man dem Ursprung seiner Existenz,
dem urigsten "Sprung",
auch Geburt genannt,
den man, im Allgemeinen,
mehr schlüpfte, als mutig sprang,
ob man diesem, eine übersinnliche
oder gar verzauberte, magische
und wunderbare
Bedeutung zukommen läßt.

BMD

Uih!

Eine Pefferschote, eine rote,
ist scharf.
Eine Pfefferschote, eine rote,
das darf,
und wer hineinbeißt,
das Maul weit aufreißt
und heiser ausspricht:
"Das ahnte ich nicht!"

BMD

Melancholie

Samtweich, doch schwer,
Trauer mein Herz umhüllte.
Das Leben mit bittersüßer Wehmut füllte.
Und füllte und füllte  bis an den Rand.
Noch darüber hinaus,
bis ich mir entschwand.

BMD

Erfahrungswert

Ich ging mal zu einem Hehler.
Der Mann verkaufte Fehler,
zu einem guten Preis.
Bei ihm erstand ich vieles,
was ich heute weiß.

BMD

Ungewöhnliche Geschichten: Und doch bin ich kein Huhn

Letztlich habe ich ein Ei gelegt.
Ein Violettes.
Es kam nicht, wie andere Eier zum Vorschein.
Ich habe es über meinen Mund herausgewürgt.
In einem einstündigen Schluckauf!
Sehr beschwerlich war es trotzdem nicht.
Mein Ei hatte ja keine harte Schale.
Eine elastische Hülle, umgab es.
Es rutschte schubweise, als kurzer Eischlauch heraus,
und fiel geradewegs in mein Müsli.
Ein leises "Ritsch-ratsch" war zu hören,
und seine Haut riß.
Was kurz, aus den Vollkornflocken lugte,
ähnelte einem Wurm.
Einem Violetten.
Ekelhaft, sah er jedoch nicht aus.
Er piepste hilflos,
verschluckte sich und ging
in der Milch unter.
Ich mußte ihn retten.
Schließlich war er ein Teil von mir.
Ich schüttete mein Müsli ins Waschbecken.
Aus dem Cerealienmatsch zog ich mein Lilachen.
Lilachen, so genannt, weil es seine Taufe
nun schon hinter sich hatte.
Und etwas blasser war es auch, als vorher.
Seitdem sind wir unzertrennlich.
Ich glaube es ist jetzt ausgewachsen,
doch klein genug geblieben.
Das ist praktisch.
Ich habe Lilachen
um meinen Hals gewunden.
Es sieht so aus, als ob ich
eine  dekorative Schlangenkette trüge.
So bleibt unser Geheimnis,
hoffentlich weiter unentdeckt.
Alle sagen nur: "Diese Kette ist aber,
täuschend echt!"
Dann kichert  mein Lilachen immer ganz leise,
und das kitzelt angenehm.

BMD






I

Dienstag, 10. Juni 2014

Vergeigt

Der Himmel hängt voller Geigen,
wenn man verliebt in ihn schaut,
und die Geigen, sie geigen, nicht schweigen,
daß man den Ohren nicht traut.
Irgendwann reißt mal eine Saite,
und das bleibt noch unerkannt.
Bei dieser Geigenbandbreite,
ist es gewiß keine Schand.
Später dann, wenn sie zwar noch laut geigen,
doch kaum einer gut zuhört,
wird dem Ende sich zuneigen
die Liebe, hilflos, verstört.
Wenn die Geigen nicht mehr geigen,
und sie stumm sind ohne Klang,
wenn sie feindselig, vehement schweigen,
wird`s einem gar angst und bang.
Der Himmel hängt voller Geigen,
wenn man verliebt in ihn schaut,
damit will er uns lehren und zeigen,
wie man`s nicht vergeigt, verbaut!

BMD

Montag, 9. Juni 2014

Heute

Heute
geschieht
nur das,
was
für heute
wichtig
ist.

BMD

Aperitif der Lebensfreude

Das Blau des Himmels
kann man trinken.
Man muß nur,
vor Staunen,
den Mund aufreißen,
dann fließt es
hinein.

BMD


Umweltschaden

Als der Wald noch gesunde Bäume hate,
rauschte es dort anders.
Die Blätter bewegten sich in Harmonie
mit dem Gleichgewicht der Erde.
Sie wiegten sich in der Glückseligkeit
ewigen Grüns ohne sauren Regen.
Zärtlich streifte eines das andere,
bis sich alle in Liebe berührt hatten.
Auch heute rascheln sie noch,
wenn sie Wange an Wange reiben,
doch wer genau hinhört,
kann erspüren,
daß sie es nun tun,
um sich gegenseitig
zu trösten.

BMD 

Leicht und schmetterlings

Ein Schmetterling muß einfach fliegen,
möcht nirgendwo, nur faul rumliegen,
will flatternd seine Flügel heben,
sie bunt bestäubt, zum Besten geben,
genießen Luft und Licht und Sonne
und nektarschlürfend, Lebenswonne.
Denn, als er Raupe war, gefräßig
und im Schmarotzen übermäßig,
da kroch er mit gefülltem Leibe,
auf, ab, in blattgekrönter Bleibe,
saß zwischen abgenagten Stielen,
weit weg von schönen Lebenszielen.
Nun ist er duftiger Blume Gast,
und im Fluge nah, dem Himmel fast.
Darf süße Blütenköpfe lieben,
schaukeln, im Schoß, ergrünter Triebe
und schwebt verzückt, so vor sich hin,
in beneidenswertem Lebenssinn.

BMD

Schon mal einen Traum getanzt? (4)

"Träume sind Schäume", hat mal einer gesagt,
und seither sagen`s viele.
Kann aber nicht stimmen, meine ich,
sonst wäre die Welt voll Schaum.
Er quölle aus den Häusern derjenigen,
die zu Hause träumen,
quölle aus den Nasenlöchern derjenigen,
die draußen träumen,
quölle sogar irgendwo aus denen heraus,
die heimlich träumen.
Alles wäre voll Schaum.
Richtiger wäre also der Ausdruck:
"Träume können wie Schäume sein",
zusammengesetzt aus vielen, blasigen Gedanken,
die der Reihe nach zerplatzen
ohne großes Tamtam, nur hörbar,
wenn man sich diesen Schaumtraum genau auf`s Ohr preßt.
Er gibt dann das für traumgedankenblasige "Sisselsissel-
gruschbelgruschbel" von sich,
stirbt gruschbelbgruschbelbesisselt, fröhlich vor sich hin.
Mit dem Schaumtraum kommt man am besten klar,
wenn man in der Wanne sitzt,
wenn man im Eukalyptus- und Minze oder Melissenbad
schaumträumend vor sich hinschäumt.
Also Träume können wie Schäume sein,
wenn wir sie nicht so ernstnehmen.
Wenn wir das Träumen als Spiel betrachten,
sind Träume, die wie Schäume sind,
nicht schädlich, noch Zeitvergeudung,
sondern einfach nur,
wie schon erwähnt, traumgedankenblasige
"Sissessisselgruschbelgruschbelergüsse.

BMD

Eine Liebe aufgeben

Eine Liebe aufgeben,
die die Wahre sein sollte,
ist schwer,
aber kein Verlust,
wenn sie als ehrlicher Versuch
für eine Liebe,
die die Wahre sein sollte,
im Herzen
gespeichert wird.

BMD






Jede neue Liebe

Jede neue Liebe
setzt in die Erfüllung
aller Träume,
an sie,
ihre Hoffnung.

BMD

Sonntag, 8. Juni 2014

Don Schluri

Frage eines Reisenden:
"Dürft ich mal,
nur zu Besuch
in dein Herz?"

BMD

Der Liebe neue Kleider

Du hast mich umgekrempelt,
und nun stehe ich im Futter da,
und alle sagen:
"Das steht dir gut!"

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Ironie der Reihenfolge

Aufklärung
Belehrung
Entbehrung
Verzehrung
Bescherung
Vermehrung

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Eingefahren

Aus  "Beziehungskisten"
quillt massenweise
Holzwolle.

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Persönlichkeitsbildung

Charisma
sollte man haben,
auch wenn
man nicht weiß,
was es ist.

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Charakterfehler

Es mag noch angehen,
daß ein lustiger Molch
ein Lustmolch ist,
aber dem Lustmolch,
nimmt man den
lustigen Molch
nicht ab.

bmd

Fülle

Alles,
was sich an Grün
aus einer Enge befreien konnte,
ist ausgebrochen,
jeder Sproß hat die Erde durchstoßen,
wir sind mittendrin,
im Kernpunkt der Reife.
Alles,
was noch nachkommt,
sind nur Zutaten,
die den Sommer
zwar vervollkommnen,
aber niemals
das Zentrum dieser Energie
treffen werden.

BMD

Freitag, 6. Juni 2014

Ich wünschte mir...

Ich wünschte mir, das Meer
läg grad vor uns`rem Haus..
Barfuß lief ich vom Herd,
direkt zum Strand hinaus.
Putzte meine Fenster,
dort äußerst gründlich, gern.
Spiegelten sie wieder,
Wellen und Abendstern.
Ich wünschte mir, das Meer
läg grad vor uns`rem Haus.
Barfuß lief ich vom Herd,
direkt zum Strand hinaus.
Würde anstatt Garten,
Muschelsand umgraben.
Mit Wind und Meer allein,
nur noch Freundschaft haben.
Ich wünschte mir, das Meer
läg grad vor uns`rem Haus.
Barfuß lief ich vom Herd,
direkt zum Strand hinaus.
Doch vor uns`rem steht ja,
vielleicht, zum Glück für dich,
ein Mittelgebirge,
alles erübrigt sich.

BMD

Nur eine Gr-Ä-tchenfrage

Ich wäre gerne Fisch,
schon des Wassers wegen.
Es würde kühl und feucht,
meine Schuppen pflegen.
Fast schwerelos glitt ich,
mit leichtem Flossenschlag,
beschwingt und elegant,
durch meinen Fischalltag.
Stille, tiefe Wasser
wären bevorzugt die,
die ich gern durchquerte,
wilde Bergbäche nie!
Öffnete ich das Maul,
mal, um nicht zu gähnen,
folgte sogleich Speisung,
möcht ich hier erwähnen.
Ach, es wär ein Leben
wie im Schlaraffenland!
Ich, ein Fisch im Wasser
und außer Rand und Band!
Niemand könnte jemals,
mir das Wasser reichen.
Meiner Kiemen Zierde
wär es ohnegleichen!
Weiter, als bis zum Hals
müßt mir das Wasser stehn.
Sicher aber, würd ich
keine Gefahr drin sehn.
Niemals täte ich mir
folgendes erlauben:
Wässerchen zu trüben.
Das dürfen Sie glauben!

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Niete

Die 13 ist unendlich traurig,
denn meistens findet man sie schaurig.
Am Freitag hat sie nichts zu lachen,
da haßt man sie, sie kann nichts machen.
Die 13 kann das nicht verstehen,
warum alle schwarz mit ihr sehen,
und trotzdem - hätt sie die Wahl,
wäre 10 zu sein, für sie Qual!
So hofft sie immer wieder,
man hält sie einmal für bieder!

BMD

Verlustig

Wie auf  Flügeln fortgetragen,
Dinge sich zu entfernen wagen,
einfach spurlos verschwinden,
partout nicht sind, zu finden.
Überall habe ich nachgeguckt,
mein Haus hat wieder etwas verschluckt,
und behält es für sich, lange Zeit,
ist herzugeben es, nicht bereit,
bis ich keine Verwendung dafür habe,
dann beschenkt es mich mit uralter Gabe.

BMD

Ungleiche Tropfen

Es erscheint uns
Regenwasser,
durch den Zufall als Begleitung,
erklärlicherweise nasser,

als Wasser aus der Rohrleitung.

BMD

Glücklicher Vierbeiner

Gut, hat es das Wiesel.
Es läuft ohne Diesel.
Braucht kein Öl zum Schmieren,
die Beinchen parieren.
Würd nicht Moped fahren,
sich höchstens drauf paaren.
Sowie auf `nem Roller
und darauf noch toller!
Und Fliegen, so denkt es,
ist ganz was Verrenktes!
Nur zum Wolkenschimmel,
paßt schweben am Himmel.

Raketen, so glaubt es,
ist was Unerlaubtes.
und Umwelt vermiesen,
tun zweibein`ge Riesen!

BMD

Täuschung

Eine Pflane, die Insekten frißt,
als Blüte getarnt,
verlogen ist.
und Tierchen verschlingt,
als Räuber verdingt.
Da lob ich mir doch die Rose,
die empfindsame Mimose.
Nie hinterlistig
sie Nahrung erlangen,
sich nichts erlocken
oder fangen.
Sie sind, was sie sind
ohne Mimikry,
hübsch anzusehen,  nur Blumen sie.
Auch Menschen gewinnen oft Vertrauen,
wenn sie tückisch durch Masken schauen.
Sie tragen so, ein falsches Gesicht,
bemerkenswert echt und bei Tageslicht.
Ist es bei ihnen aber Betrug,
für die Pflanze,
ein entschuldbarer Charakterzug.

BMD

Ernteschaden

Ein Unwetter streckte den Weizen nieder
und schlug den Hagel auf die Frucht, im Zorn.
Es brach die schlanken, trockenen Glieder,
warf achtlos und roh, zur Erde, das Korn.
Ließ es der Fäulnis, die voll Gier
in die satten Ähren drang.
Giftig wie in Schlangentier,
die Vollkommenheit ihrer Reife bezwang.

BMD

Auf der täglichen Startbahn

Soweit  ich den Mut aufbringen kann,
bin ich gewillt,
alles zu erproben und zu erfahren,
wa mir mehr Einblick und Verständnis
für die Wesensart des Menschen verschaftt
und der Bereicherung
ethischen und moralischen Gutes
dienlich ist.

BMD

Warum die Tränen salzig sind

Wenn sie süß wären,
würden sie uns
die Augen verkleben,
und geschmacklos wär ein Leben,
in dem Erfreuliches oder das, was bestürzt,
man mit Tränen beweinte,
die ungewürzt.

BMD

Mondschein, bist mein

Kosmonauten
mir fast klauten,
den Vertrauten.
Dumm, sie in die Wäsche schauten.
Flogen zurück, in den recht Lauten,
doch für diesen Zweck Gebauten.
Astronauten
mir fast klauten,
den Vertrauten.
Dumm, sie in die Wäsche schauten.
Flogen zurück, in den recht Lauten,
doch für diesen Zweck Gebauten.
Kosmonauten,
Astronauten
mir zum Glück noch nicht verbauten,
meinen Blick
auf den Vertrauten.

BMD

Lautlos

Es war um die Made,
in der Frucht,
jammerschade,
als ich sie zerbiß,
sie in Stücke riß,
das arme Ding!
Woran es wohl hing,
daß ich sie zermalmte?
Nun, Made weder rauchte,
noch qualmte
oder schrie wie am Spieß.
Es einfach zuließ.

BMD

Pustekuchen

Pustekuchen
tat ich suchen.,
ging in eine Bäckerei.
Und dort gab es allerlei:
Streuselkuchen, Apfelkuchen,
viel - doch keinen Pustekuchen.
Den würd ich so gern versuchen!

BMD

Immer oben auf

Der Springbrunnen
hüpft mit Ausdauer und Kraft.
Wir wissen aber, wie er das schafft.
Leicht ist es für ihn,
denn mechanisch betrieben,
wären auch wir,
immer wieder oben
geblieben.

BMD

Donnerstag, 5. Juni 2014

Unwetter

Wolkenfetzen
vorüberhetzen,
regenträchtig
dunkel und mächtig.
Gewitter sich ballen,
Tropfen fallen,
daß durstig,
Erde,
gesättigt werde.
Himmelsnaß,
Donnerbaß,
das Lied der Zeitlosigkeit.

BMD

Oberweite

Die Tante hat `nen Riesenbusen,
und sie ißt gern Pampelmusen.
Hätt`sie keinen Riesenbusen,
äß sie trotzdem Pampelmusen.
Also ist`s pampelbusenegal.

BMD

Jeder macht`s

Ein Nasenwurm,
das ist so einer,
den mag man selbst,
doch sonst, ihn keiner.
Nur heimlich stochern
alle Leute,
nach dieser schleimiggrünen Beute,
die in `nem Zustand,
nicht ganz trocken,
zum Formen, Pressen
kann verlocken.
Gerollt, gedreht
zu einem Bällchen,
gezwirbelt rund,
pappt es,
das Knöllchen,
dann zwischen Zeigefinger,
Däumchen,
ertappt man Popelfanz
beim Träumchen,
und der hat schon,
ganz selbstvergessen,
es als Rosine
aufgegessen.

BMD

Durchwachsen

Ich habe tausend Flügel,
die ich selten brauche,
da ich ihre Federn,
meist in der Pfeife rauche.
Das schmeckt mir äußerst bitter,
darum könnt ich`s lassen,
einfach nur mehr und mehr,
mich lieben und nicht hassen.
Doch würd ich ständig fliegen,
den Boden niemals spürn,
mich wahrscheinlich gar nichts,
bald sonderlich berührn.
So ist der Erde Schwerkraft,
schon zu etwas nutze,
nur Lebenssinn nicht sein,
soll`s, daß ich Pfeife putze.

BMD

Ach, nee!

Jeder ist seines Glückes Schmied,
aber immer `nen Amboß mitrumschleppen,
geht halt doch nicht.

BMD

BERMERKUNG

ICH MÖCHTE ZWISCHENDURCH IMMER MAL ERWÄHNEN,
DASS ICH MEINE RECHTSCHREIBFEHLER VORSÄTZLICH MACHE.

Letzte Möglichkeit

Wenn alles nichts genutzt hat,
kann man sich ein Sahnehäubchen
aufsetzen und hoffen, daß man
doch noch vernascht wird.

BMD

Lieber nicht

Versuche nicht, mir die Sterne
vom Himmel zu holen,
ich mag`s nicht,
wenn`s so duster ist.

BMD

Unangemeldet

Wer einen Kater hat,
darf sich nicht wundern,
wenn die Katze mit ihm
frühstücken will.

BMD

Fast, nur fast

Mustergatte,
trotz Namensähnlichkeit,
nicht immer Musterbegatter.

BMD

Endergebnis

Liegen beide flach,
nach einem Ehekrach,
kann es sich um zwei Verletzte
oder Versöhnende handeln.

BMD

Kurzfassung eines Grimmschen Märchens

Ein Puttel war mal voll Asche
und mußte die Linsen auslesen,
aber als es sich gewaschen hatte,
paßten die Schuhe, und es durfte Prinzessin sein.

BMD

Rationalität

Wer hat dem Traum das Licht gestohlen,
wer gab ihm mehr Nacht, als Tag.
Wer molk den schönen Regenbogen
und sagte: Phantasie ist gelogen.

BMD

Liebe auf den ersten Blitz

Liebe ist Schweigen, meint der Stumme.
Liebe ist Wortemachen, meint der Beredsame.
Liebe ist Licht, meint der Tag
Liebe ist Dunkel meint die Nacht.
Liebe ist ein Kuhfladen, meint der Mistkäfer
Liebe ist eine Henne nach der anderen, meint der Hahn
oder war es Andreas?
Liebe ist ein Gefühl ver Vollkommenheit, meint der Schwache.
Liebe ist unbeschreiblich, meinen auch die, die damit Bücher vollkriegen.
Liebe ist oft Anfang und Ende, deshalb selten zufriedenstellend.
Liebe ist Gefühlsduselei, der man sich ohne Reue ergeben sollte.
Liebe ist das, was wir aus ihr machen.
Liebe ist, eine kostbare Minute von ihr, gegen hundert Morgen einzutauschen.
Liebe ist Bedürfnis und Versprechen, wobei das Versprechen dürftig sein kann.
Liebe ist modern und bleibt dabei altmodisch.
Liebe ist auch schon, die Sehnsucht danach.
Liebe ist mit viel mehr Frage-als Ausrufezeichen verbunden.
Liebe ist nie komplett, irgendwas fehlt immer.
Liebe ist Möglichkeit um Möglichkeit ohne Arbeitsanleitung.
Liebe ist vergebend und das oft vergeblich.
Liebe ist, wenn man sie überwinden kann, an und für sich, sehr bequem.
Liebe ist das, was man trotzdem noch von ihr hält, auch wenn sie einen
schon sehr schlecht behandelt hat.
Liebe ist jedes Wort und Glauberei.
Liebe ist, pausenlos an nicht anderes denken.
Liebe ist ein Kehrreim, den sich jeder merkt ohne den Sinn zu kennen.
Liebe ist ein Märchen, und das mag glauben, wer will.
Liebe ist wie der Mops im Haferstroh, dick und froh.
Liebe ist nicht nur ein Wort oder doch?
Liebe ist so alt und jung wie die Menschheit oder vielleicht sogar älter.
Liebe ist rot, denken vielen, und ist sie grün, gehen sie dran vorbei.
Liebe ist ein Krankheit, denken die, die mit ihr Kummer haben, und
Liebe ist Migräne, die, denen sie Kopfschmerzen bereitet.
Liebe ist wie gut essen, meinen die, bei denen sie nur durch den Magen geht.
Liebe ist Allwettertaft, meint Schwarzkopf,
Liebe ist billig, wenn man sie kauft, auch wenn man Einiges dafür hinlegt.
Liebe ist eine Tugend, der man die Unschuld nahm.
Liebe ist es trotzdem wert, immer, immer, immer.

BMD




Dienstag, 3. Juni 2014

Die Liebe und ihr Sternzeichen (Schütze)

Das Sternzeichen Schütze
nimmt die Liebe
mit auf seine Reisen,
aber sie geht ihm schon mal
wie ein Koffer verloren.

BMD

Ohne Zweifel

"Ich bin leidenschaftlich!" sagt die Motte,
und ein Motterich glaubt sowas.

BMD

"Liebesverkümmert"

Ja, es ist aus.
Danke, es geht so....
Ich klage nicht und Tränen,
ach, die weine ich nicht mehr.
Möcht`s aber kurz erwähnen,
zu Blei erstarrt, drücken sie sehr.

BMD

Typisch

Der Männlichkeitswahn
wird nicht als geistige Störung
anerkannt,
weil man dem Hahn
das Krähen,
auch schon um sechs,
in aller Herrgottsfrühe erlaubt.

BMD

Liebe macht schön

Eine Kartoffelnase
hatte ein Hase.
Ja, sie war größer als die der andern,
und sah man ihn durch die Felder wandern, bzw. hüpfen,
taten vielen, Witze entschlüpfen.
Wenn sie lachten,
ihre Späße machten,
versuchte der Hase,
die Kartoffelnase,
mit seinen langen Ohren,
verunsichert und verloren,
zu verstecken.
Man kannte ihn eben nicht als Kecken
und konnte ihn verspotten,
denn er war nicht hartgesotten.
Nun, eines Tages war`s ihm zuviel,
und er fuhr zum Nil.
Dort in Ägypten,
die Freunde ihn übten,
im sich Verteidigen,
Zurückbeleidigen,
und als er stark war, und der Worte fit,
nahm er nach Haus, eine Häsin mit.
Die Lady vom Nil
hatte Figur und Stil
und war eine echte Schönheit.
Gar gern hätte mancher um sie gefreit,
doch sie fand nur Hasen
mit Kartoffelnasen
attraktiv,
und deshalb nichts lief!

BMD

Umsonst

Ein Igel verliebte sich - wie kann`s anders sein,
in ein Igelfräulein.
Sie waren bald beide nicht mehr zu trennen.
Man konnte ihre Liebe schon Affenliebe nennen.
Zusammen sie fraßen,
zusammen sie saßen,
zusammen sie liefen,
zusammen sie schliefen,
zusammen sie tollten,
zusammen sie sich zusammenrollten.
Das Leben war herrlich,
einfach unbeschwerlich.
Doch eines Tages starb der Igelmann.
Eine Traurigkeit überfiel die Igelin dann,
daß sie nichts mehr fraß,
es einfach vergaß.
Auf die anderen, die ihr Hilfe anboten,
denn zurückholen kann man keinen Toten,
hörte sie nicht.
Sie dachte wohl, zu sterben sei ihre Pflicht,
und so kam sie in den Igelhimmel,
wo der Liebste nun lebte.
Als sie ihn da erblickte, ihr das Herz erbebte,
und sie dachte, es wird alles wieder wie früher werden.
wir können uns hier lieben wie auf Erden.
Doch die Igelstacheln müssen  dort oben glänzen,
sie sind aus purem Gold, und man darf nicht faulenzen.
Von morgens bis abends wird rumpoliert,
und die Igeldame fühlt sich angeschmiert!

BMD


Schutzbefürftig

Die Liebe stellt sich manchmal
in den Regen,
und hofft, daß sie einer beschirmt.

BMD

Schlingelschlange

Eine Strumpfbandnatter
nannte ihren Gevatter,
frech, einen Transvestiten.
Er hat`s nicht bestritten.

BMD

Ehetauglich

Sie ist zahm,
monogam
der sie nahm,
sie bekam
und sonst keiner.
Möcht sie einer,
hieß er Heiner,
wär er feiner
oder deiner,
es infam.
Sie ist zahm,
monogam,
der sie nahm,
sie bekam.....

BMD

Mmmh!

Du bist mein Herzblatt.
Als Schneckchen
möchte ich
aus meinem Häuschen kriechen
und mich an dir sattfressen.

BMD

Man lernt nie aus

Jeden Tag erlebe ich die
Sternstunde
einer Erkenntnis,
und Sterne gibt
es eben unendlich viele.

BMD

Huhuhuh!

Der Zeitgeist
läßt die Ketten
rasseln.

BMD

Namensgebung

Der Hanswurst
war mal früher
Metzger.

BMD

Jepp!

Meist doch sind die Philosophen,
klüger, als die Durchschnittsdoofen.

BMD