Freitag, 26. Dezember 2014

Vegetarischer Neujahrswunsch

"Du sollst kein Schwein haben,
um Schwein zu haben!"

BMD

Silvester (4)

Im Neuen Jahr
möchte ich Rakete sein,
hinausschießen über Ziele,
die ich zu niedrig ansetzte.
Möchte wie ein Feuerwerkskörper
erglühen vor Eifer,
und den Nachthimmel
meiner unerfüllten Träume,
zur Erkenntnis hin, erhellen.
Letztlich möchte ich
mit dem Sektkorken
meinen Schatten erschießen,
damit ich mich nicht mehr
so anstrengen muß,
ihn zu überspringen.

BMD

Silvester (3)

Fünftes Rad am Wagen
sind am 31.12., das alte
wie auch das neue Jahr.
Mit dem einen kann man
nichts mehr groß anfangen,
mit dem anderen noch nichts.

BMD

Silvester (2)

So, wie sich das alte Jahr
dem Ende zuneigt,
so sollten auch wir uns versöhnlich
und mit einer kleinen Verbeugung,
von ihm verabschieden.

BMD

Silvester (1)

Ein Optimist sagt am Ende eines Jahres:
"War`s das schon?"

BMD

Segen

Wenn sich eine Hoffnung
den Himmel krallt,
dann überschüttet er sie
mit Vertrauen.

BMD

Überschattet

Kummer ist das,
was die Seele nicht braucht,
doch der Geist verlangt.

BMD

Farbenkinder

Regenbogenforellenlaich
wäre bunt,
schön.

BMD


Sein

Angebliche Wahrheit
ist Unwahrheit,
entspringt einer Ewigkeit,
aus der die Liebe tröpfelt,
wie Harz
aus einem Lebensbaum.

BMD

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Christi Geburt

Egal wie sehr die Welt doch haßt,
es ist das Fest der Liebe.
Denn ER trägt aller Menschen Last,
und starb, daß es so bliebe.

BMD

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten ist...

Weihnachten ist Sonnenstern,
strahlend, in der Nacht.
Weihnachten ist Erdenball,
nur für uns gemacht.
Weihnachten ist königlich,
Armut, wundersam,
für den der da geboren,
um zu sterben, kam.

BMD

Dienstag, 23. Dezember 2014

Unser Weihnachtsfestschmaus

Dieses Jahr waren die Karpfen netter.
Fraßen extra viel, wurden fetter,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
Da begaben sich gern aus den Wellen,
und an den Haken, die Forellen,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
Kaum konnten es auch Enten erwarten.
Verließen freiwillig den Garten,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
Und die Gänse, die immer recht schnattern,
kämpften, ihren Platz zu ergattern,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
Aus dem Dickicht der duftenden Tannen,
sprangen die Hasen in die Pfannen,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
Und gar ein Schuß tat das Reh beglücken.
Tot, legte es sich auf den Rücken,
nur für unseren Weihnachtsfestschmaus.
All das müßt Ihr mir, bei Gott, nun glauben!
Den Appetit würd`s mir sonst rauben,
auf unseren Weihnachtsfestschmaus!

BMD



Sonntag, 21. Dezember 2014

Bimbamballaballa

Mir klingeln schon die Glöckchen
vom Weihnachtstinnitus,
Ach, säß ich doch am Nordpol,
dann wär mit all dem Schluß!
Ich möcht so gern entrinnen,
dem Streß der Weihnachtszeit.
Mich ganz und gar besinnen
auf wahre Seeligkeit.

BMD

Luxusweihnacht

Das Weihnachtsfest ist bei uns wie ein Rausch
vom Kaufen, Kaufen, doch letztlich nur Tausch.
Und manch einer wär dort irgendwo froh,
hätte er für seine Krippe das Stroh.

BMD

Samstag, 20. Dezember 2014

"Oh, oh Weihnacht"!

Ein Fest der Freude, auf dem man lächelt,
nach allem, was gefüllt ist, hechelt.
Marzipanberge und Schokoplätzchen.
Ach, Liebster hier und dort nur Schätzchen!
Denn gestritten wird erst am dritten Tag,
weil dann keiner mehr Weihnachten mag.
Warum so viele, heilige Stunden?
Jeder bekennt`s doch unumwunden:
Zu lange Weihnachten, macht uns fast krank.
Ein Glück! Deshalb sei Gott wirklich Dank! 
Ist endlich alles für`s ganze Jahr `rum!
In der Krippe das Kind, bleibt dazu stumm.

BMD

"Stillende Nacht"

Die Christbaumkugeln, die sind rund.
Wir fressen, ist`s auch ungesund.
Alles in Butter?
Ja, wir und die Gans!
Nervös nur die Mutter.

BMD

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Lichterglanz

Weihnachtsbeleuchtung
in allen Straßen,
und trotzdem
wird`s in den Herzen
davon nicht heller....

BMD

Weihnachtsmarktjubeltrubel

Das "Schützenfest a la Bethlehem",
ist in vollem Gange.
Gerötet auch vom Weihnachtsstreß,
vom Glühwein, ist die Wange.
Besinnlichkeit hat keinen Platz,
weil wir sie hektisch lieben,
die gute, alte Weihnachtszeit.
Wo ist sie nur geblieben?

BMD

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Bis hin zur Heiligen Nacht....

Adventnebel kriecht durch die Zweige
und krallt sich fest, am Baumskelett.
Der Himmel trotzt mir, grau verhangen,
als ob er was zu wettern hätt`.

Doch es erleuchten dort drei Kerzen,
das Trübe der Unwirtlichkeit,
und bald sind es dann auch schon viere.
Zeit ist`s, für`s Fest der Heiligkeit.

BMD

Samstag, 13. Dezember 2014

Im Kern der Liebe

Auf der Suche
nach Verschmelzung
mit dem Anderen,
suchen Menschen in der Liebe,
alle,
nach nur einer Antwort,
die, wenn man ihr für Momente nahe kommt,
im Leben,
alles
erklärt.

BMD

"Geistige Reinigung"

Laß meine Seele fliegen,
schon jetzt ins ew`ge All.
um ihren Platz zu suchen,
gesetzt für jenen Fall.
Laß meine Seele finden,
den Weg zurück zur Erd`.
sich an ihr Herz zu binden,
erneut und unversehrt.

BMD

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Gedanken

Gedanken sind deine Welt, dein Empfinden, deine Anschauung, Geheimnis oder Freigabe.
Spiele mit ihnen, drehe und wende sie. Lasse sie fliegen, kriechen, schwimmen, hüpfen
und vieles mehr.
Deine Gedanken sind lebendig. Sie atmen. Du kannst hören, wie sie dich durchdringen, anreichern, dir deinen Geist geben.
Gedanken darf man nicht oft Einhalt gebieten, darf sie nicht oft einschränken, da sie sonst verkümmern und dann Gestalten annehmen, die sich wie Schatten über den Willen beugen.
Gedanken sind die Blätter deines Gedankenbaumes.
Sie sprießen, entfalten sich, und bunt fallen sie auch wie Herbstgedanken von dir ab..
Ruhen, warten, schlummern ein wenig, um ganz neu zu entstehen.
Deine Gedanken wachsen aus den Wurzeln, die Würmer annagen, aus dem Boden, der oft
unfruchtbar scheint. Doch Gedanken würzen Gedanken, befruchten sich gegenseitig.
Fäulnis ist Humus für deine Gedanken, deshalb lasse ihnen ihren Lauf.
Alle Gedanken haben ihren, leider oft sehr unverstandenen Platz, und manchmal kann man vor
ihnen recht erschrecken.
Deine Gedanken sind eben ein Gedankenmantel, der auch Löcher hat.
Trage ihn als Beweis deiner fantastischen Gedankenquelle, des Sprudels an Frische,
an Lebendigkeit.

BMD

Montag, 8. Dezember 2014

Ruhezeit

Man darf auch mal eine Blumenzwiebel opfern,
um es zu kapieren.
Am besten ohne Handschuhe und ohne Spaten,
kratze man sie aus der angefrorenen Erde,
schneide sie quer durch,
und dann denke man darüber nach,
wielange sich so ein Keim gedulden kann.

BMD

Gühweinseeligkeit

Im Glühwein spiegeln sich die Lichter,
rotbackig, Wangen und Gesichter.  
Der Glühwein wärmt nicht nur die Herzen,
frohlockend, lauthals, läßt sich`s scherzen.
Vom Einkaufsstreß kann man abschalten,
s`ist  auszuhalten, im Eiskalten.
Und denkt man dabei an Kanaan,
kommt dieses Getränk, gewürzt, gut an.
Ja, ein Christkindlmarkt ohne Glühwein,
lüde gleich weniger Leute ein.


BMD




Dienstag, 2. Dezember 2014

"weihnachtsvermarktet"

Ich geh heut auf den Weihnachtsrummel,
und mache dort `nen Glühweinbummel.
Bei Bratwurst und Pommes denk ich dran,
daß Weihnachten nicht mehr weit sein kann.

BMD


Freitag, 28. November 2014

Festliche Knolle

Als die Zwiebel unter den Weihnachtsbaum kullerte, wußte sie natürlich nicht,
daß sie dadurch im wahrsten Sinne des Wortes, etwas ins Rollen bringen würde.
Sie war einfach durch viele unbedachte Fußtritte, von der Küche bis ins Wohnzimmer
geschubst worden und lag nun verdutzt unter der geschmückten Tanne und staunte
recht zwiebelig.
Schließlich hatte sie das Feiern nie wirklich miterleben können,
weil sie an solchen Festtagen immer nur in der Soße herumschwamm.
Ganz aufgeregt saß sie nun dort im Lichterglanz der Kerzen,
auf dem Boden unter dem Weihnachtsbaum und folgte der Bescherung gespannt.
Ja, gerade so, als ob sie selbst etwas bekäme.
Im Keim ihres Zwiebelherzens begann es wild zu pochen und bei jedem Ah und Oh,
daß sie beim Beobachten überrascht ausstieß, machte es "ritsch" und ein Zwiebelschale sprang
raschelnd von ihr ab.
Am Ende hockte sie ganz nackt da, doch kalt war ihr nicht.
Von wegen!
Vor freudiger Erregung schwitzte sie gar, und eine Zwiebel, in diesem Zustand,
fängt dann leider zu riechen an.
Das war dem schönen Christbaum, unter dem die Stinkezwiebel lag, furchtbar peinlich,
und gleich versuchte er besonders gut nach Tannenbaum zu duften, damit keiner auf
die Idee käme, er wäre daran schuld.
Aber verhindern konnte er eben nicht, daß einigen Weihnachtsgästen die Tränen kamen,
und die liefen ihnen nicht die Wangen herunter, weil alles so feierlich war, und sie
gerührt waren, obwohl das natürlich alle glaubten.
Nach einer verlorengegangen Zwiebel sollte man deshalb Ausschau halten,
wenn mal wieder einer zu Heulen beginnt, obwohl alles wunderbar läuft!

BMD




Donnerstag, 27. November 2014

Eisprinzessin

Spazieren ging ich in einem Winterwald.
Verwunschen durch die Regentin des Eises,
standen die Bäume verwaist und kalt.
Getan hatte sie`s über Nacht und leis, es.
Nur die Spuren im Schnee zeigten mir Leben.
Erstarrte Stille, kein Vogel sang.
Ich war verzaubert vom Anblick schon eben.
Mich gefangenzunehmen ihr leicht gelang.
Weiß bestäubte Stämme, jeder Ast,
frostige Federflocken ihres Kleides.
So geblendet, stockte mir der Atem fast,
glitzernd beschuppt war weit und breit es.
Aus Schneekristallen die prächtige Krone,
matt und ergeben, die Sonne sie küsste,
erstrahlte feurig wie zum Hohne,
im Lichte der gleißenden Eiseswüste.




BMD

Frohsinn

Es sitzt der Zeisig
im Ginsterreisig.
Die Zweige, die sind winterstarr,
und doch singt der kleine, fröhliche Narr,
als ob ihm die Kälte,
die Stimmung erhellte.
Er ist zu beneiden!

BMD

Kommunikation wie nie

Es ist kalt geworden.
Ein Gutes hat es:
An der Bushaltestelle
sprechen sie miteinander,
sind einer Meinung
über das Sauwetter.
Die Kommunikation
erblüht im Frost!

BMS

Sich hängenlassen

Kaum ist`s November,
da baumelt die Seele,
nicht da, wo man sie
gern baumeln lassen möchte,
sondern am
Melancholiegalgen.

BMD

Sehnen

Ins makellose Schneebett
der weißen Felder
hineinsterben,
in die Weite
des glasklaren Lichts
hinübergefrieren,
- ohne Schmerzen -

BMD

Der Winter

Der Winter gebietet dir Ruhe!
Er ist ein Herrscher
besonderer Art.
Er zwingt dich zur Stille
in dir,
und findest du sie nicht,
wirst du ihn
kaum ertragen können.

BMD

Einsicht

Der Winter nimmt uns
mit seiner Schneedecke
die Sicht auf vieles,
schenkt uns eine weiße Weite
für alles.

BMD

Eisesschlummer

Raureif sich um Zweige ringt,
Winternebel sie umschlingt,
und gefrorne Blätterranken
brechen nicht die starren Schranken,
schlafen unter Eisesdecke,
bis der Frühling sie erwecke.
Warten, ruhen, lassen leben,
sind von Zuversicht umgeben.
Wirken schlafend nur im Keim,
so natürlich und geheim.

BMD

Schneeflockentraum

Fußstapfen im Schnee,
die ich begeh.
Rote Nasen,
hungrige Hasen
und auch Spatzen.
Spur von Tatzen
auf weißer Decke.
Kleine Flecke
sind Haus und Baum
im Schneeflockentraum.
Wirbelt nieder,
taumelnd wieder,
ein Sternchenschauer,
stiller Trauer.
Doch bald verweht,
vorübergeht.
Fußstapfen im Schnee,
ich nicht mehr seh`.

BMD

Mittwoch, 26. November 2014

Himmelgrau

Heute stachen die kahlen Äste
wie Speere,
die Schwermut aus dem Grau
des Himmels,
und die Melancholie floß
wie Adventszinn
aus den Wolken.

BMD

Im Winter

Im Winter muß man sich
warme Gedanken machen,
denn auch Gedanken
können erfrieren,
und hat sich mal
so ein Gedanke
eine Frostbeule eingefangen,
ist er nicht mehr
recht zu gebrauchen.

BMD

Raureif

Ein kalter Odem
hat die Bäume bereift,
versteinert Halm und Strauch.
Stieg aus den Höhen herab,
von den Tiefen hinauf,
eisig.
Es trinken meine Lungen
ein klirrendes Klar,
und mit meinem Atem
würd`ich gern alles schmelzen.

BMD

Dienstag, 25. November 2014

Advent

Advent, das ist die Zeit der Lichter,
rotkalter Nasen und Gesichter,
und sind die Kerzen angesteckt,
Erinnerungen gleich geweckt.
Advent, das ist die Zeit der Lichter,
rotkalter Nasen und Gesichter
und einer großen Hoffnung, Zeit.

BMD

Weihnachtswunsch

Zu Weihnachten wünsche ich:
Gesinnung
zur Besinnung
der Versinnlichung
dieses Festes.

BMD

Sonntag, 23. November 2014

Donnerstag, 20. November 2014

Ein Hauch von süßem Schweigen...

Ein Hauch von süßem Schweigen
liegt über der Natur.
Die Blätter rascheln leise,
ganz leise heute nur.
Es ist der Schöpfung Segen
in mein Herz gedrungen,
die Sinne anzuregen,
immer ihr gelungen.

BMD

Mittwoch, 19. November 2014

Es ist November

Es ist November,
bummsfallera!
Knallhart,
grau,
neblig,
verregnet,
unberechenbar.
Es ist November,
und ich rate Euch:
Tut so, als würd ihr`s
nicht kapieren!

BMD

Novemberfarbe

Der November
kann graue Tage
dunkelgrau machen,
und in Anthrazit
sind sie wirklich
sehr schwer zu ertragen.

BMD

Samowargedanken

Im November regnet es gerne,
gerne und vermehrt.
Der Himmel ist oft grauer,
was den November nicht ehrt.
Und es gibt da manche Tage,
an denen man Buße tut.
Nun ja, so könnte man sagen,
das ist für viele, mal gut.
Doch die Tage, die sind kürzer,
die hellen Stunden knapp,
und das sägt dem armen Seelchen,
das Wohlsein an, schnipp-schnapp!
Da frag ich mich, was wäre,
gäb`s keinen guten Tee.
Besonders dann, wenn`s hart kommt,
bei Eiseskälte, Schnee.
Und brennen würd kein Lichtlein,
nach dem Getränk benannt.
Na, also ich muß sagen,
das wär schon allerhand!
Deshalb mag ich nicht murren,
großartig lamentieren.
Will mein heißes Tässchen schlürfen,
den November ignorieren!

BMD

Zeugenaussage

Hängt der Raureif in den Zweigen,
will die Sonne nicht mehr steigen.
Duster ist`s an Nachmittagen,
und man zieht mit Unbehagen,
enger um den Hals, den Schal.
Durch die Wolken blinzelt fahl,
eine, die nicht wärmen kann.
Sie allein ist Schuld daran,
daß ich nicht durch die Ekstase,
kam zu einer roten Nase,
klappere mit den Zähnen laut,
trage dazu Gänsehaut.
Stimmungsmäßig trifft es mich.
Ach, ich leide fürchterlich,
Sonnenstrahlenentzugsqual!
Käm sie vor ein Tribunal,
unter Anklage sie stände,
was ich recht und billig fände.
Auch im Winter sollt sie brennen
oder sich nicht Sonne nennen!

BMD

Novemberwolken

Novemberwolken, trübe, trist
wie auch mein Sinn, der düster ist.
Gedanken, gleich den Nebelfetzen,
unfreundlich  mir den Kopf besetzen.
Novemberwolken, trübe, trist,
Erinerung am Herzen frißt,
nagt an der Hoffnung, nimmt mir das Licht,
bis Wintersonne den Panzer bricht.

BMD

Samstag, 15. November 2014

Im Novembermorgen

Im Novembermorgen
geborgen sein,
im Grau seiner
Spätherbstmüdigkeit.
Im Wandel
der Natur kein Versteckspiel sehen.
In der Wachstumsruhe
keinen Vorsatz für das Ende
eines Sommertraums.

BMD

Freitag, 14. November 2014

Kleinste "Haustiere"

Otto, heißt die Spinne im Bade,
Lieschen Müller, die kleine Made,
die die Äpfel vorm Verzehr verschont,
weil sie raspelausscheidend drin wohnt.
Brummelchen ist die dicke Fliege,
die ich gar nie zu fassen kriege.
Vielleicht deshalb nur,weil ich`s nicht will.
Es wär mir ohne sie, ja zu still.
Und nützlich sind, nicht zu vergessen,
Silberfischchen, die Milben fressen
Sie haben jedoch keinen Namen,
denn ihr Nachwuchs bleibt nicht im Rahmen.
Aber allen, die bei mir leben,
ob sie nun krabbeln oder schweben,
gewähre ich Recht auf ein Asyl,
trotz mancherlei Gänsehautgefühl!

BMD

Knusper, knusper, knäuschen

Es war mal eine Hexe,
die kochte sich `nen Brei.
Darinnen schwammen Würmer
und noch so allerlei.
Sie leckte sich die Lippen
und gierig war ihr Blick,
jedoch vom Hexenfraße,
da wurde sie nicht dick.
Spindeldürre und häßlich
sie vor dem Ofen stand
und den Eintopf mit Getier,
unheimlich köstlich fand.
Sie fraß Eidechsenschwänze,
nagte am Spinnenbein,
und schlürfend trank sie auch noch,
schwarzen Giftbeerenwein.
Mit einem Riesenlöffel,
schmatzend sie es verschlang,
wonach sie sich laut rülpsend
auf ihren Besen schwang.
Sie flog zu einem Feste,
es war grad Hexennacht,
und beinah wäre ich schon
von dem Radau erwacht.
Denn all die wilden Hexen,
die kreischten, und die schrien.
Sie hatten sich doch extra,
Vampirfilme geliehn.
Da klopften an mein Fenster,
dreiundzwanzig Besen!
Hi-hilfe! Hi-hi-hilfe!
Ich fiel aus dem Bette.
S`ist nur ein Traum gewesen!

BMD

Der PessiMIST

Er läßt sich die Flügel stutzen,
weil sie ihm ständig nachwachsen.
Die Freude steckt er in einen Schnellkochtopf
bis sie weichgekocht ist.
An ein Museum verkauft er seine ältesten
und intensivsten Erwartungen an das Leben.
Er desinfiziert seine Gedankengänge,
damit Ideen, die durchschlüpfen,
keimfrei in die Freiheit gelangen.
Gejätet sind die Beete seiner Erkenntnis.
Er legt seinen Empfindungen Zügel um,
und führt Buch über ungewollte Regungen
an Lebenslust.

BMD


Friedensvorstellung

...und wenn Feuer und Wasser
sich versöhnten.
Würde das der Welt gefallen?

BMD

Donnerstag, 13. November 2014

Dunstiger Wiesengrund

Dunstiger Wiesengrund,
und die Erde atmet mir entgegen.
Nebelgestalten spuken durch`s Tal,
schleiergewandet. Jagen verwegen
Herbstgefiederte, die der Wind stahl.
Dunstiger Wiesengrund,
und die Erde atmet mir entgegen.

BMD

Mittwoch, 12. November 2014

Spätherbstdeutung

Sind trübe Wasser, blattgetränkt
als treues Zeichen mir geschenkt.
Sind graue Tage, die verhangen,
mit Sehnsucht ewiglich verfangen.

BMD

Novembergefühle

Kaum ist`s November,
da baumelt die Seele
nicht da,
wo man sie gern baumeln läßt,
sondern am Melancholiegalgen.

BMD

Sonniger Trost

All die Nebelschwaden
die meiner Herbstseele entströmen,
soll die Sonne auch bis zum Mittag
aufgeschleckt haben.

BMD

Montag, 10. November 2014

Das Zimperlein

Das Zimperlein,
ist Klimperlein,
als Zwick,
und Zwack,
als Knick,
und Knack,
nur Gelenksmelodie...

BMD

Es weihnachtet in mir

Es weihnachtet in mir
- ganz einfach -
so ohne Baum und Licht.
Es weihnachtet in mir
- ganz einfach -

ohne Lametta, Adventsgedicht.
Es weihnachtet in mir
- ganz einfach -
so ohne alles Drumrum,
denn die Geburt eines Gottes
- ist einfach -
Universum.

BMD

"Weihnachtliches" Schützenfest

Auf dem Weihnachtsmarkt,
da geht es rund,
denn Weihnachten ist dort kunterbunt.
Die Wangen glühen und auch der Wein,
beim feucht-fröhlichen Beisammensein.
Würstchen brutzeln und Pommes sieden,
ringsum Radau und nirgends Frieden.
Ein Weihnachtsmarkt kann zwar nicht schaden,
doch Weihnachtssinn geht oft, so baden.

BMD

Die Weihnachtseidechse

Wer kennt die Weihnachtseidechse?
Sie verbrachte den Winter genau
in dem Stall,
in dem das Christkind zur Welt kam.
Natürlich wachte sie aus ihrer Winterstarre auf,
als die Engel jubilierten, die Hirten beteten,
und die Heiligen Drei Könige ihre Geschenke brachten.
Aber auch, wenn das alles keinen Lärm gemacht hätte,
wäre es der Eidechse nicht möglich gewesen, weiterzuschlummern,
allein schon wegen der Herzenswärme, die im Raum spürbar wurde.
So lag sie still und ergriffen in ihrem Versteck, bis alle gegangen waren
und Maria und Josef mit dem kleinen Jesus wieder fortzogen.
Dann huschte die Weihnachtseidechse nach oben,
in das, noch warme, Stroh der Krippe,
legte sich auf die Stelle, wo das Christkind vorher geruht hatte,
und dort verschlief sie dann glücklich den Rest des Winters.

BMD

Bald ist Weihnacht

Schneeflocken und Tannenzweige,
und das Jahr geht bald zur Neige.
Plätzchen, Sterne aus Glanzpapier,
und Adventskerzen noch vier.
Türenknarren, Heimlichkeiten,
Stunden dauern Ewigkeiten.
Freude, Neugier, bunte Lichter.
Voller Spannung, die Gesichter.
Ah! Endlich! Das Glöcklein klingelt,
Päckchen, nun seid ihr umzingelt!

BMD

Idealfigur - huckepack!

Oder das etwas andere Weihnachtsgedicht:

Die fettleibigen Weihnachtsmänner
sind jedes Jahr wieder der Renner.
Nicht die Dünnen, sondern die Dicken,
nett, aus wallenden Bärten blicken.
Mit Nasen wie Sellerieknollen
und Bäuchen - eitel Schwartenrollen!
Denn vor dem Weihnachtsmann macht er halt,
der Schlankheitswahn - sonst lieblos und kalt.
Ach, schenk mir eine Niklasnase,
oh großherzige Weihnachtsphase!
Rumlaufen könnt`ich inkognito
und wär für kurze Zeit dick und froh!

BMD

F(rohes) Fest

Zu Weihnachten verlieren die Gänse
ihre Köpfe.
Der Karpfen bekommt keine Luft mehr.
Das Reh liegt regungslos auf dem Rücken,
und der Hase,
der schon zu Ostern umsonst schuften mußte,

gibt im wahrsten Sinne des Wortes,
für uns, seine Löffel ab.
Und das nennt man nun Frohes Fest!

BMD

Und wenn ich da stände und wäre ein Baum

Und wenn ich da stände und wäre ein Baum,
wenn ich nicht fortlaufen könnte,
aushalten müßte, was auf mich niederkommt,
dann würde ich mich gewiß auch so schüttteln,
würde mich biegen und winden
und oft meine Wurzeln verdammen.
Gewiß wäre ich es, zum Ende eine Jahres, leid.
Hätte keine Lust mehr und würde alles fallen lassen,
würde meine Blätter dem Herbst schenken.
Raunen tät ich zwischen den Zweigen,
und es wäre ein Warnen,
auch wenn keiner hinhört.
Und wenn ich da stände und wäre ein Baum,
nackt und kahl, umgeben von Schnee und Eis,
gefröre mir das Herz trotzdem nicht.
Lebendig wär`s in mir.
Ruhend würde ich meiner Blüte entgegenträumen,
um dann im Frühling jedes Blatt zu gebären.
Fast würde ich vor fruchtbarer Energie zerspringen,
stände da und streckte meine Glieder gen Himmel,
als könnte ich ihn einmal erreichen,
wenn ich nur wachse und wachse.

BMD

...vor lauter Eitelkeit (kl. Weihnachtsgeschichte)

"Ich bin die Schönste und Glänzendste am Weihnachtsbaum!"
verkündete die rote Christbaumkugel und schwang
ihren runden Bauch stolz zwischen den grünen Zweigen
hin und her.
"Eingebildet muß man nur sein, dann merkt man nicht
wie häßlich man ist. Natürlich bin ich hier die,
die am Hübschesten ist. Sieht man doch!"
rief von weiter unten eine Blaue.
Dabei baumelte  sie wichtigtuerisch hin und her und schillerte,
was das Zeug hielt.
"Papperlapap! Für das Christkind ist nur das Allerwertvollste gut genug".
ließ da eine dritte Tannenbaumkugel vernehmen, "und golden wie ich bin,
das kann keine von euch überbieten!" fügte sie siegesgewiß hinzu.
Sie erstrahlte, daß es einen fast blendete, und sogar das Lametta
neben ihr erblaßte.
Und während sie sich fast wie ein Kreisel,
um die eigene Achse drehte, um sich hervorzutun,
hielt sie leider vor Anstrengung die Luft an.
Peng! Machte es da, und die Goldkugel war vor Eitelkeit geplatzt.
Unter dem Christbaum lagen nun ihre Splitter und glitzerten schwach.
Rundherum war es still geworden, und keine der Kugeln
wagte mehr, etwas zu sagen.
Sicherlich  hatten sie Angst daß es ihnen auch passieren könnte.
Meine Mutter hat mir diese Geschichte aber nicht geglaubt.
"Weihnachtsbaumkugel gehen nicht von alleine zu Bruch.
Du warst beim Dekorieren einfach zu unvorsichtig."
meinte sie streng.
Ich habe deshalb im nächsten Jahr dafür gesorgt,
daß keine Goldenen mehr aufgehängt wurden,
und von den Andersfarbigen ist auch später
niemals eine zersprungen.

BMD







Sonntag, 9. November 2014

Vielleicht (k)eine Lösung

Was du heute kannst besorgen,
das verschieb auf übermorgen,
und ist`s dann immer noch zu früh,
dann geb dir weiter keine Müh.

BMD

Beim Hochbau...

Beim Hochbau
dürfen nur
Schwindelfreie arbeiten,
die aber trotzdem lügen.

BMD

Aufführungsstop

Wenn einer kein Theater
machen soll,
darf man
seine Vorstellung
nicht besuchen.

BMD

"Berufspessimismus" als guter Zweck

Kaminkehrer
müssen
viel
schwarzsehen,
um Glück zu bringen.

BMD

Viele tun so...

Viele tun so,
als ob über dunkle Kapitel
nur Kaffe gelaufen wäre.

BMD

Tiefgründig

Gedankengänge
sind manchmal auch
unterirdisch.

BMD

Samstag, 8. November 2014

Intims"fähre":

Autos
auf engstem Raum,
überschifft.

BMD

Leibesumfang

Früher hatte man in aller Armut und Not,
Kummer, weil man keinen Speck hatte.
Heute hat man trotz allen Überflusses
Kummer und Speck dazu.


BMD

Therapeutisch

Sage mir doch,
was ich denke,
denn ich frage dich
um Rat.

BMD

Vorliebe

Ein Hahn sitzt lieber
auf einer Kirchturm-,
als auf einer Messerspitze.

BMD

Krächz

Gewiß wäre der Rabe nicht heiser,
schrie er leiser.

BMD

Lebensrettende "Karriere"

"Bretter, die die Welt bedeuten",
sind Schiffsplanken
für einen Ertrinkenden.

BMD

Oink, oink

Alte Schweinereien
stinken
noch mehr,
als frische.

BMD

Ehrfurcht

Ehrfurcht
ist der Respekt
vor der Macht
des Unbestimmbaren.

BMD

Stur erwachsen

Oft nimmt man Abstand
von seinen Dummheiten
und  man ist für eine Weile
"nur vernünftig",
bis man herausfindet,
daß das "nur-Kopf-sein-wollen",
eine der größten Dummheiten ist!

BMD

Diätlösung aller Zeiten

Den Kummerspeck
in die Pfanne hauen!

BMD

Ozonloch

Bekommt der Himmel
zu große Löcher,
könnte uns
das Paradies
auf den Kopf fallen.

BMD

Mieser Miezekater

Wer einen Kater hat
ist er selbst dran schuld,
wenn die Katze
mit ihm frühstücken will.

BMD

Tierisch patriotisch

Was würde gern tun,
ein bayrisches Huhn?
Blauweiße Eier legen.

BMD

Putzmunter

Bin putzmunter
und rühre trotzdem
keinen Staublappen an.

BMD

Bedenke!

Vor reumütig
kommt
reumutig.

BMD

Freitag, 7. November 2014

Schnurgeradeaus lieben

Manche haben mit der Liebe
fast überhaupt kein Problem,
und man könnte
fälschlicherweise
annehmen,
daß sie irgendeine Anleitung
dafür mitbekamen
oder sie sie mehr verdienen
als andere.


BMD

"GewissensBisse"

"GewissensBisse"
sollten bluten,
dann würden wir ihnen
mehr Beachtung schenken.

BMD

Lebensschritte

Eins auf`s Parkett legen,
ein richtiges Leben,
ein erfolgreiches Leben,
ein erfülltes Leben.
Wer lehrt uns Leben tanzen?

BMD

Claro

Oft macht man sich logische Gedanken
über unlogische Vorgänge
und gibt ihnen
den Anstrich der Vernunft.

BMD

Züge

Kurz anhaltende,
lang verweilende,
schnell vorbeihuschende,
langsam vorüberziehende,
leere,
gefüllte,
mit Müden beladene,
mit Ausgelassenen bepackte,
mit Strahlenden beim Wiedersehen,
mit Weinenden beim Abschiednehmen.
Gesichtszüge,
vielgleisig
wie die Schienen
einer Lebensreise.

BMD

Baumsterben

"Zeder" und Mordio!

BMD

Ein Schildkrötenalter

Ein Schildkrötenalter zu erreichen,
mit derselben Ruhe und Gelassenheit,
damit kämen wir weit.

BMD

Nur Mut!

Für`s Ohrensteifhalten
gibt`s keine Appretur.

BMD

Beim Warten Glück gehabt

Besser in einer Schlange stehen,
als auf einer Schlange zu stehen.

BMD

Donnerstag, 6. November 2014

Liebe Liebe

Manche sind für einander geschaffen,
und andere lieben sich.

BMD

Wenn die Tränen rinnen...

Wenn die Tränen rinnen,
einfach so,
kommt das von einem Gefühl
ganz innen,
einfach so.
Wenn sie fließen
ohne daß man sie herauspreßt,
uns in jeder Träne
eine Woge verläßt.


BMD

Das Ende einer Beziehung

Das Ende einer Beziehung
sollte man ohne Grabrede
unter die Erde bringen,
und man sollte die Beziehung
auch ohne Grabrechte
unter der Erde lassen.

BMD

Außenseiter

Ein schwarzes Schaf
gar nicht so rar,
in einer Schar
von hellen Lämmern ist.
man leicht vergißt,
daß es ein Schaf wohl war,
das es gebar.
Ihm auch zur Wahl nicht stellte,
die Farbe, die es wählte.
Nun blökt es wie die seinen
und scheint nicht mal zu meinen,
ein schlechteres Schäfchen zu sein.
Die Wolle wächst auf seinem Bauch
genau wie bei den andern auch,
Doch flauschig-schwarz sind seine Ohren,
schnell allen gleich, sind sie geschoren.
Gewiß ist`s  nur ein schwarzes Schaf,
weil es per Zufall so eintraf!

BMD

Die Sonne,der Mond und die Sterne

Die Sonne, der Mond und die Sterne,
die scheinen für uns ganz gerne
und lassen sich nicht entlohnen,
nun, weil sie im Himmel wohnen,
und da gibt`s ohne Moneten,
noch mehr umsonst als das Beten!

BMD

Mittwoch, 5. November 2014

Bester Wunsch

Wenn ich tausend Wünsche
offen hätte,
wäre vielleicht der Letzte
nicht der Schlechteste
für`s Erste.

BMD

Eigentherapie

Bekämpfe dich nicht.
Lerne zu erkennen,
sonst wirst du sein,
wer du nicht sein wolltest
und fest glauben,
es verhindert zu haben.

BMD

Fünftes Rad

Das fünfte Rad am Wagen
zu sein
ist doch gar nicht so übel.
Man ist immer dabei
und muß nichts tun.

BMD

Letzter Wunsch

Wenn ich mal ins Gras beiße,
will ich dabei,
rein prophylaktisch,
ein vierblättriges Kleeblatt verschlucken.

BMD

Die Macht des Geistes

Die Macht des Geistes
trägt keine Krone
aus Buchstaben.

BMD

Affenzirkus

Die Welt ist rund,
auch wenn wir
tausendmal behaupten,
uns nicht im Kreis zu drehen.

BMD

Dienstag, 4. November 2014

Only humans

We are not the
cream of the crop,
we humans,
we are only
crop in some cream.

BMD

Wenn die Strafe...

Wenn die Strafe
immer
auf dem Fuße folgen würde,
wären die Gipsbeine
an der Tagesordnung.

BMD

Keine Belohnung

Ich hab den Pfennig geehrt
und mach`s nun auch so,
mit dem Cent.
Trotzdem haben sich beide
noch nicht
erkenntlich gezeigt.

BMD

Vorgesetzte

Vorgesetzte
nehmen einem
i m m e r
die Sicht.

BMD

Sinn des Lebens

Glaubst du heute,
den Sinn des Lebens
begriffen zu haben,
mußt du dich
vielleicht schon morgen
seiner Veränderung beugen.

BMD

Trau dich!

Verschließe deine Gefühle nicht!
Laß die Konservendosen frei,
für das Eingemachte!

BMD

Glück haben

Glück haben die,
mit zwei linken Händen,
daß sie nicht zwei Paar
Handschuhe kaufen müssen.

BMD

Schön wär`s,wenn...

Schön wär`s,wenn
die sogenannten dummen Hühner,
mal in einen
Eierstreik treten würden.

BMD

Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn
ein Tornado
nicht so viel
Wirbel machen würde.

BMD

Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn
sich die Kampfwütigen
mit Papierkriegen
zufrieden gäben.

BMD

Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn
doppelte Moral
zweimal so gut wäre.

BMD


Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn
nicht Zucker,
sondern Salz
dick machen würde.

BMD

Schön wär`s, wenn

Schön wär`s, wenn
es Brillen gäbe,
durch die man sein Glück
besser erkennen könnte.

BMD

Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn man
eine rabenschwarze Seele
am Krächzen erkennen würde.

NMD

Schön wär`s, wenn...

Schön wär`s, wenn
es nur Rosinen wären,
die sich alle
aus dem Kuchen picken wollen.

BMD

Mitgefühlt

Mir haben schon immer
die Leute leidgetan,
denen ich leidtue.

BMD

Die Süße des Lebens

Die Süße des Lebens
sollte man nicht
in der Zuckerdose
aufbewahren.

BMD

"Äußerst charmante Äußerungen"

Ein Kompliment besonderer Art
ist jenes,
welches mich unerwartet umhaut
und zugleich auffängt.

BMD

Anziehung

Schwer hat es die Schwerkraft nicht,
leicht doch fällt, was hat Gewicht.
Kein falscher Name wär ihr gegeben,
ginge es dabei um`s Heben.

BMD

Entwaffnend

Flinten kommen
zu Ehren,
wenn man sie
ins Korn wirft!

BMD

Unmögliches ist möglich

Sich beim Beschweren,
erleichtern.

BMD

Nichts gegen die Männer, aber.....

Der Lausbub.
Schön, daß dieser "ungezieferte" Name
einen männlichen Artikel trägt.

BMD

Montag, 3. November 2014

Zornesausgleich

Temperamentsausbrüche
sind wie Vulkaneruptionen
leichter zu überstehen,
wenn sie häufiger und leichter,
anstelle von selten und katastrophal sind.

BMD

Letzte Hürde

Alle machen einen großen Sprung,
wenn sie "hopps" gehen.

BMD

Puste

Auch in einer Stimmungshochlage
kann die Luft
dünn werden.

BMD

Genug Platz

Manch Engstirniger
hat dafür
einen ausgeprägten
Hinterkopf.

BMD

Knöppe

Wahnsinn!
Wenn man bedenkt,
daß der Knopf
seinen Sinn
im Nichts findet.

BMD

Bluesmorast

Es gibt Modergedanken,
die mögen den Sumpf.

BMD

Meck, meck, meck

Es braucht Fingerspitzengefühl,
beim Meckern
nicht zur Ziege
oder zum Bock zu werden.

BMD

Wie kommen die Engel auf die Erde?

Bei jedem Wolkenbruch
rutschen einige mit durch.

BMD

Immer gernhaben

Du kannst mich gernhaben,
wenn du mich nicht gern hast,
und ich habe es nicht gern,
wenn ich dich gernhaben kann,
denn ich hätte es gern,
daß du`s gern hast,
wenn ich dich gernhabe!

BMD

Man weiß das nicht so genau

Charakterschwäche.
Ist der Charakter schwach
oder die Schwäche Charakter?

BMD

Sonntag, 2. November 2014

Moneten

Viele halten Geld
für eine Form des Reichtums.

BMD

Fettnäpfchen

Es ist ganz leicht,
ins Fettnäpfchen zu treten,
wenn man sich mit Leuten umgibt,
die massenweise Fettnäpfchen aufstellen.

BMD

Angsthasen

Angsthasen
haben ein weiches Fell,
Feiglinge nicht.

BMD

Schnarchen

Schnarchen kann sich
sehr beleidigend anhören.
Es hat so eine L-M-A-A-Melodie.

BMD

Ich weiß, was ich will

Ich weiß,
was ich will.
Ich weiß,
was ich will.
Auch, wenn ich einmal
nicht weiß,
was ich will,
weiß ich,
daß ich gern wissen möchte,
wenn ich es wissen könnte.

BMD

Lausige Zeiten

Lausigen Zeiten
sieht die Laus
gern entgegen.

BMD

Nicht bis 3 zählen

...wenn 1 + 1 =3 wäre,
würd ich mich nicht wundern
und hätte auch nichts dagegen.

BMD

Betonschale, weicher Kern

...und wenn der Kern so weich ist,
daß er eine Zementschale braucht?
Was dann?

BMD

Blutspende von und zu

Blaublütige zur Ader gelassen,
haben beim Roten Kreuz
keinen gesonderten Eintrag.

BMD

Nervenkostüm

Wenn einem der Geduldsfaden reißt,
ist das kein Wunder.
Man sollte die Geduld mindestens
an einen Strick hängen.

BMD

Sonnige Liaison

Ein Kurschatten
spendet keinen.

BMD

Anstandswauwu

Ein Anstandswauwau sollte wissen,
wann er zu bellen hat
und ein anständiger Wauwau auch.

BMD

Feindlich

Oft ist doch ein Gegenüber
gegen mich und mir auch über!

BMD

Offen sein

Wenn man den Stolz wegpackt,
dahin, wo er hingehört,
wenn man die Verletzlichkeit zuläßt,
dann steht man dem Schmerz
so mutig wie auch verwundbar
gegenüber.

BMD

Nur ein Spuk?

Der Zeitgeist
läßt die Ketten rasseln,
doch kaum einer fürchtet sich.

BMD

Hadesfeuer

Kann dir einer die Hölle heiß machen,
hast du eiskalte Vorstellungen von ihr!

BMD

Kohle haben und anderes

Viele haben genug Knete
ohne je etwas zu formen.

BMD


Eingefahrene Beziehung

Es gibt Leute,
die langweilen sich
unheimlich glücklich
miteinander.

BMD

Buckeln

Die zu Kreuze kriechen
sind nicht gläubiger
und kaum Gläubiger.

BMD

Faulenzen

Bequemlichkeit
ist nicht mit Gemütlichkeit
zu verwechseln
und kann ein Laster,
als solches sein.
Wogegen die Gemütlichkeit
ohne weiteres bequem sein darf.

BMD

Loslassen

Sich gehen lassen
ohne Angst zu haben,
wohin man laufen könnte...

BMD

Lebendige Magie

Ich kenne keine Zaubertricks
die das Leben erleichtern,
aber Tricks, die das Leben verzaubern,
kann ich mir ausdenken.

BMD

Schickimuckis

Auch einen gehobenen Standard
muß man selbst tragen,
und sich dabei mehr verrenken.

BMD

Sterblich sein

Alle haben vorm Sterben Angst,
weil keiner weiß,
wo`s wirklich hingeht,
und man da auch noch alleine hinmuß.

BMD

Streitschlichtung

Kompromisse
als glückliche Lösung
ansehen
und nicht um die Hälfte
des Nachgebens trauern,
ist der größte Schritt
zur Mitte des Verständnisses.

BMD

Platz für Traurigkeit

Die Melancholie
hat kalte Fingerspitzen,
wenn sie dich berührt.
Damit klopft sie an dein Herz,
und dieses öffnet sich ihr,
in seiner Güte.

BMD

Samstag, 1. November 2014

Wortgeschenk

Mit Stimmbändern
kann man Worte
als Geschenk
verpacken.

BMD

Schling, schlang...

Schlangen sich schlängeln,
machen dabei manchmal Schlingen,
und halten fest umschlungen,
was sie gern verschlingen.

BMD

Tempus fugit

Die Zeit läuft uns davon
oder
sie läuft vor uns davon?

BMD

Aus seiner Haut heraus....

Erst der kann aus seiner Haut heraus,
der sie als Hülle erkennt.

BMD

Es ist noch kein Meister....

Es ist noch kein Meister
vom Himmel gefallen.
Wäre auch noch schöner,
wenn man die Besten
aus dem Himmel werfen würde!

BMD

ast `se

Wozu haste
`ne Quaste?
Zum dran ziehn `se haste,

und hängt `se hoch,
die Quaste,
hast `se nur fast `se.

BMD

Bei sich bleiben

Den Geist der Zeit
überlebt man am besten
mit dem eigenen.

BMD

Freitag, 31. Oktober 2014

Liebe Leihgabe

Die Liebe hat keinen Körper,
und deshalb müssen wir ihr
ständig einen borgen.

BMD

Liebesglanz

Manche haben keinen Schimmer
von der Liebe,
weil sie sie nicht polieren.

BMD

Aps, abs, aps

Bekam `nen Klaps,
die süße Babs
von ihrem Paps,
weil sie in Straps,
dort lag im Raps
und japs, japs, japs,
nicht ganz allein.
Dazu noch draps
vom vielen Schnaps!

BMD

Traummann

Er sollte fast alles können
und auch lassen können!

BMD

Götterliebe

Die Liebe gestand mir,
daß Apollo nicht hielt,
was er versprach,
und Eros nur hielt,
was er versprach.

BMD

Tara

"Natürlich bin ich käuflich!"
sagt die Liebe,
"aber man bekommt nur
die Verpackung dafür."

BMD

Wie im Fluge

Wenn das Lämmlein saugt,
dann wackelt erregt sein Schwänzchen.
Stehenden Fußes vollführt`s ein Freudentänzchen.
Und tut das Böcklein gierig trinken,
möcht`s grad in Muttermilch versinken.
Jedoch im Spiel den Kampf austragen,
im Köpfestoßen sich schon wagen,
die mit dem flockig-weichen Fell.
Die Zeit vergeht nur allzu schnell
und bald, man sollte es beweinen,
stehn sie auf Schafs-und Hammelbeinen!

BMD

Entschuldbare Notwendigkeit

Für die Dichtkunst sind Verse
wie zur Stabilisierung des Fußes die Ferse,
ein MUSS!
Verzeihlich deshalb ihr Redefluß.

BMD

Wurzelhechte

Na, was sind denn Wurzelhechte?
Fische im Erdboden?
Unterirdisch im Geflechte,
die beim Ackerroden
schmutzig kämen dann zutage,
mit matschigen Flossen?
Unfein wär das ohne Frage,
und hätte sie verdrossen.

Na, was sind denn Wurzelhechte?
Käferchen am Stiele?
In Gefahr das schnell sie brächte,
Vögel gibt es viele,
und da Wurzelhechte leben,
sicher und am längsten,
kann es käfrig sie nicht geben
und verfolgt von Ängsten.
Wirklich, ehrlich ich es meine,
von der Sorte kenn ich keine!

Na, was sind denn Wurzelhechte?
Schnurrend süße Katzen?
Ja, bestimmt wär`n sie nicht Schlechte,
schlau mit scharfen Tatzen.
Aber niemals sie miauten,
wurzelten nur hechtig.
Alle Leute sich umschauten,
hielten`s für verdächtig.
Wirklich, ehrlich ich es meine,
von der Sorte kenn ich keine!

Na, was sind denn Wurzelhechte?
Orang-Utans? Affen?
Ist es dieses Mal das Rechte?
Werdet Ihr es schaffen?
Ich vermute, Ihr seid sauer,
und es jetzt endlich leid.
Erklären muß ich`s genauer,
es ist nun an der Zeit.

Na, was sind denn Wurzelhechte?
Kinder, die ich liebe!
Mir im Herzen wohnen Echte,
und so mancher schriebe,
statt Wurzelhecht bloß Schnuckilein
oder Knuddelmäuschen.
Zuwenig ist`s! Muß mächtig sein!
Vor Liebe aus dem Häusschen!
Stimmt`s, mein Wurzelhecht?

BMD

Grüne Hoffart

Ich kannte mal `nen Frosch mit sechs Beinen
und zuvor, von dieser Sorte, noch keinen!
Er wünschte sich aber an Beinen nur vier
wie bei jedem anderen Froschgetier.
So sah ich ihn, Zweie zusammenbinden,
sich dabei mühsam krümmen und winden.
Sah, als sie endlich zusammengebunden,
mit einem Schleifchen waren umwunden,
den Grünen in endlos mühsamen Stunden
auf diese Art das Hüpfen probieren,
sich wie ein Ballettänzer dabei zieren.
Die Mücken hatten ihren Heidenspaß.
Ja, der Feind war beschäftigt, im kühlen Naß.
Und ebenso erging es den Fliegen,
sie konnten vom Zuschaun nicht genug kriegen.
Auf`s Fressen vergaß er, magerte ab.
Kurz vor seinem Tode, es war wirklich knapp,
sagte ich ihm mal gehörig Bescheid,
denn es war erbärmlich, und er tat mir leid.
Ich sprach: "Zeig endlich deine Froschnatur!
Und geht dir was gegen die alte Hutschnur,
dann hoch mit dem Froschkopf, her mit dem Mut!
Herumlamentieren tut niemandem gut.
Schau! Gott gab dir Sechse aus gutem Grund.
Höre auf zu Quaken, und halte den Mund!
Mit mehr Beinen kannst du weiter springen,
und es dadurch zu großen Ehren bringen."
Drum schickte ihn zur Olympiade.
Jetzt ist er eingebildet. Wie schade!

BMD


Meister Müller

Meister Müller hat zwei Ohren,
die sehr lang sind und gefroren,
und gleich, wenn sie aufgetaut,
Meister Müller sich umschaut,
nach `nem Kühlschrank,
wo er dann,
Abgetaute frieren kann.
Warum, werdet Ihr Euch fragen,
will er nur Gefrorne tragen?
Ja, da fragt Ihr mich zuviel,
vielleicht ist es nur sein Stil
oder aber ein Versehn,
auch das kann einmal geschehn.
Oder wurd`er so geboren?
Seht! Weg kamt Ihr ungeschoren!

BMD

Landnachrichten

Bei Regenniesel
sah gestern Liesel
wie so ein Wiesel
fraß `nen Kiesel.

NMD

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Igelslip

"Ach, mit einem kalten Hintern
läßt sich`s nicht gut überwintern!"
jammerte der Igel laut,
und er hat sich umgeschaut.
Ging nach Unterhosen fragen,
für die, die gern Stacheln tragen.
Natürlich sah er keine.
Auf keiner Wäscheleine
gab`s solche löchrigen Teile.
Der Igel motzte `ne Weile,
bis er dieses Teesieb fand,
das besonders gut ihm stand.
Stolz war er auf`s blecherne End`,
weil ja nicht jeder so rumrennt.

BMD

Ungestüm

Herbstblätter
sind dem Wind nicht ausgeliefert.
Nein! Sie warten
auf seinen stürmischen Kuß,
der sie von den Zweigen reißt,
damit sie das Fliegen lernen.

BMD

Herbstillusion

Sie hängen noch an den Bäumen,
doch das Leuchten fehlt ihnen schon.
Sie klammern sich noch an Zweige,
doch er trägt sie morgen davon.
Sie harren noch aus und hoffen,
vielleicht hoffen Blätter verträumt,
daß es einmal anders käme,
der Wind sie zu holen, versäumt.

BMD

Herbstblatt

Sich lösen,
fallen,
sich preisgeben.
Mutig, bunt hinwegschweben.
Sich verändert wahrnehmen.

BMD

Herbstliche Schöpfung

Ein Hauch von süßem Schweigen
liegt über der Natur.
Der Herbst, er raschelt leise,
ganz leise heute nur.
Die Sinne tut`s berühren,
so goldgelbblättersacht.
Gott hat mit seinem Segen
die Welt gar wohl bedacht.

BMD

Blattsterben

Wurde vom Herbst geboren
bin ein gelbes Blatt,
gehe gern verloren,
hab die Reife satt.

BMD

Blattgold

Aus einem abendroten Himmel
fielen gleißende Tropfen
in den Herbst der Bäume
und ließen die Blätter 
in Kupfer und Gold erglühen.

BMD

Buß-und Bettag

An einem Buß-und Bettag,
an dem der Himmel so grau ist,
daß man Licht
in den Stuben braucht,
an dem Wind und Regen
die allerletzten Blätter
von den Zweigen peitschen,
an einem solchen Buß-und Bettag
zollt auch ein Atheist
der Schwermut einen Gedanken.

BMD

Lichthunger

Es wird jetzt
so früh Nacht,
zu früh!
Das Licht des Tages
kann ich kaum eratmen,
bevor es mich verläßt.

BMD

Novembergedanken

Die Nebel wollen nicht mehr weichen,
um kahle Äste sie schon streichen.
Fast alle nun am Boden liegen,
Blätter, die sonst im Wind sich wiegen.
So würzig das feuchte Laub jetzt riecht.
Ein Igel sich darin verkriecht.
Den Winter schlafend überdauert,
während der Frost auf Beute lauert.
Als Kind mich Eis und Schnee nicht trafen,
doch heut`würd ich sie gern verschlafen.

BMD

Novemberblues

Die grauen Mauern
sind grauer,
im November.
Die Päckchen sind schwerer als sonst,
zu tragen,
und der November schaut hilflos zu.

BMD

Sonntag, 26. Oktober 2014

Die Krähen schreien

Die Krähen schreien den Winter herbei.
Sie werden ihre Hieroglyphen in den Schnee kratzen
und dazu schadenfroh krächzen.

BMD

Unverändert

Wenn ich die Welt auf den Kopf
stellen könnte,
würd ich`s nicht tun,
denn dann hätten wir
die Schwerkraft
nur grad anders rum.

BMD

Lieben

Geliebt zu werden ist schön,
aber lieben zu dürfen,
schöner
und beides zusammen
am schönsten!


BMD

Samstag, 25. Oktober 2014

Vierhufedieb

Mit mir kann man keine Pferde stehlen,
wohl aber ein Pony klauen.

BMD

Holt`s der Geier?

Der Geier läßt ausrichten,
sein Dachboden und der Keller ,
beide seien schon bummvoll
und er holt`s nicht mehr!

BMD

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ein Lüftchen

Da lag ein Lüftchen
- fast war`s schon November -
unendlich lau
über den Feldern.
Von nirgendwo war es hergekommen
und roch nach...
Ja, wonach?
Nicht nach Frühling,
nicht nicht mehr nach Herbst
und schon gar nicht nach Sommer
oder etwa Winter,
roch einfach nur,
für ein fast-November-Lüftchen
-enorm ungewöhnlich sanft -

BMD

Windiger Kerl

Durch Gabelzweige im Geäst,
der Wind mit einem Raunen bläst.
Durch die Zacken braust er surrend
oder vielleicht doch gar knurrend?
Nackte Ruten läßt er klagen,
heulend aneinanderschlagen.
Pfeift durch seine Zähne zischend,
sich dabei nur selbst entwischend.
Fährt durch das dunkle Baumskelett,
als ob er was zu sagen hätt.

BMD

Montag, 20. Oktober 2014

Puupsverrat

Fürze sind mir lieb, wenn eigen.
Das läßt sich beweisen, zeigen,
dadurch, daß ich meine mag,
und sie grinsend, leicht ertrag.
Jedoch ist´s von Fremden einer,
er schon wesentlich unreiner,
mieft nur gräßlich in der Nas`,
und das ist bestimmt kein Spaß!
Ja, gar der, der reichen Tante,
heißverehrt ist die Verwandte,
dieser miese Penetrant,
wird als Stinker schnell erkannt.
Derart macht bei einem Schätzchen,
so ein Furz die gleichen Mätzchen,
daß ich ihn nicht lieben kann,
diesen Puups beim schönsten Mann.
Fürze sind mir lieb, wenn eigen.
Das läßt sich beweisen, zeigen,
dadurch, daß ich meine mag
und sie grinsend, leicht ertrag.
Jedoch würd ich`s nicht benennen,
mich zu einem nicht bekennen,
wär ich in der Kirch, beim Amt.
Schließlich bin ich nicht verschlampt!
Lügen tät ich dort verbissen,
wollte da von ihm nichts wissen,
und es wäre mir mein Furz
dann sehr peinlich und auch schnurz!

BMD



Samstag, 18. Oktober 2014

Und schade ist es...

Eine große Liebe
muß man in ein Papierschiffchen setzen,
damit sie sich, pro forma,
noch eine Weile über Wasser halten kann,
bevor sie versinkt.

BMD

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Endspurt

Sieh! Der Herbst ist in vollem Gange,
vom ersten, bis zum letzten Range!
Er machr vor keinem Blatte halt.
Der Wind, er weht schon merklich kalt.
Seelchen haben jetzt den Kummer,
fallen in Dornröschenschlummer.
Stibitzt mal zwischendurch die Sonne,
tanken noch Nasenrücken Wonne,
doch nackt nicht Arm, nicht bloße Wade,
im rostgefärbten Laubgestade.

BMD

Ordnungshüter gegen Herbststimmung

Laßt doch das Laub einmal wüten!
Stopft`s nicht gleich in Abfalltüten!
Laßt die Blätter im Winde fliegen!
Laßt sie noch etwas auf den Wegen liegen!
Ich möchte so gerne rascheln gehn, im Laub.
Ein paar Tage länger, mit Verlaub!

BMD

Montag, 13. Oktober 2014

Wie denn nun?

Normalerweise ist das Herz
eine Seele von Mensch.

BMD

Herznasenfledermaus

Die Herznasenfledermaus
trägt als einziges Wesen
ihr Herz auf dem rechten Fleck,
so möchte man meinen.

BMD

Aus welchem Stoff ist die Liebe?

Sie wird aus puren
Herzfasern
gesponnen.

BMD

Verholzt

Im Wald, da stehn die Bäume,
und die stehen da so rum.
Die einen gerade,
die anderen krumm.
Sie sind dort verwurzelt,
sonst würden sie laufen,
sich am Ende der Welt
ein Grundstück kaufen.

BMD